Helmut Mühlmeier: Das Buch kann motivieren

27 Feb
27. Februar 2019

Blog 198/Febr. 2019

Guten Tag,
Helmut Mühlmeier ist ein evangelischer Theologe und Business Coach.
Seine Meinung zu meinem Buch ist mir, der ich ihn als kritischen Geist kenne, wichtig.

Mit besten Grüßen
Henning v. Vieregge

Henning von Vieregge greift das in der öffentlichen Diskussion häufig als defizitäres Ereignis diskutierte Thema des bürgerschaftlichen Engagements auf und verortet es um die Begriffe „Vertrauen“ und „Heimat“. Einerseits werden Bedingungen der Möglichkeiten für gelingendes bürgerschaftliches Engagement beschrieben und reflektiert, um dann an Beispielen für das Gelingen inhaltlich bedeutsame Elemente darzustellen. Andererseits wird aber auch ausführlich auf die dem Gelingen bürgerschaftlichen Engagements entgegenstehende Zusammenhänge eingegangen. Die analytische, diskursive und reflektierende Darstellung zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich im Kontext von Erfahrungen bewegt und so beim Lesen die Entwicklung konkreter Vorstellung fördert.
Das Buch ist reich an verarbeitetem Material, bewahrt aber dennoch die Freude am Lesen, weil es nicht bevormundet, Read more →

„Wo Vertrauen ist , ist Heimat“ – Wolf Schmidt bespricht das Buch und wünscht gute Heimatgefühle

22 Feb
22. Februar 2019

Blog 197/ Februar 2019

Guten Tag,

„Wo Vertrauen ist, ist Heimat“; das Buch fällt auf.
Wolf Schmidt, der Experte für das Stiftungswesen, setzt mit seiner Rezension dort an.
Sein Stiftungsblog ist eine empfehlenswerte Homepage.
Mit herzlichen Grüßen
Henning v. Vieregge

Wolf Schmidt,
21. Februar 2019

Heimat stiften
Nach den Themen Demographie (2016), Bildung (2017) und Digitalisierung (2018) steht beim diesjährigen Deutschen Stiftungstag „Unsere Demokratie“ im Fokus.
Vorausgegangen ist 2018 eine Studie des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen zu „Stiftungen und Demokratieförderung“. Theresa Ratajszczak und Jochen Suhnken verbinden darin normative Aussagen mit einer empirischen Erhebung.
Dort heißt es: „Demokratien brauchen Bürgerinnen und Bürger, die den normativen Anspruch der Volksherrschaft durch konkrete Teilhabe mit Leben erfüllen.“ Schaut man sich die empirischen Ergebnisse an, wie Stiftungen glauben, „demokratische Kultur“ und „tolerantes Miteinander“ zu fördern, dann steht mit weitem Abstand an der Spitze die „Förderung des bürgerschaftlichen Engagements“, gefolgt von „Arbeit für Toleranz, Vielfalt und gegen Diskriminierung“.
Beide Felder zeigen, wie schwierig es ist, Demokratieförderung operational zu fassen. Bürgerschaftliches Engagement ist ja keineswegs spezifisch für Demokratie. Sowohl die NS-Gesellschaft als auch der DDR-Sozialismus stützten sich in hohem Maße auf freiwilliges Engagement. Nun mag man einwenden, dem fehle das besondere Merkmal selbstbestimmter Eigensinnigkeit. Aber auch das löst sich nicht in reinem schwarz-weiß auf, sondern bedarf damals wie heute einiger Grautöne. Und was ist eigentlich mit einem bürgerschaftlichen Engagement, das von den in der Studie genannten, aber nicht definierten „un- oder gar antidemokratischen Sicht- und Verhaltensweisen“ geprägt ist?
„Vielfalt“ und Bekämpfung von „Diskriminierung“ sind Werte in westlichen Gesellschaften, die – unterschiedlich für USA und Westeuropa – noch kein halbes Jahrhundert Anerkennung genießen. Sie sind Elemente unserer politischen Kultur, aber nicht unbedingt konstitutiv für demokratische Staatsformen. Und sie sind nicht nur von rechts, sondern auch von links als liberale Identitätspolitik umstritten.
Hier lohnt es sich, ein neues Buch von Henning von Vieregge zur Hand zu nehmen. Read more →

Heimathalle und davor ein Denkmal für engagierte Bürger – Warum Heimat und Engagement zusammengehören

04 Feb
4. Februar 2019

196/ Februar 2019
Guten Tag,
wer mehr zum Thema „Heimat“ lesen will ,der sollte sich im Netz die aktuelle Ausgabe der Zeitung des Deutschen Kulturrates „Politik und Kultur“ Nr.1/2 2019 anschauen. Viele Autoren, viele Argumente. Der Titel zeigt eine Torte (eines achtjährigen Kindes?) und die Überschrift „Heimat-Identität – Zwischen Orten, Traditionen und Politik S.17 bis 27“. Der Aufmacher-Beitrag von Aleida Assmann, „Verortung von Raum und Zeit, Heimat wird in vielen Formen erlebt und tradiert“ steht direkt darunter.
Mein Beitrag „‚Heimathalle‘ und ein Denkmal für engagierte Bürger davor“ steht auf S.25 der Ausgabe.

Hier der der Link zur Gesamtausgabe.

Empfehlen möchte ich auch den Beitrag von Rupert Graf Strachwitz, der das Thema in weiter historischer Perspektive angeht. Auf mein Buch verweist er.

Mit besten Grüßen
Henning v. Vieregge

„Heimathalle“ und ein Denkmal für engagierte Bürger davor
Ein Vorschlag zur Diskussion

Nehmen wir an, es gäbe am Wohnort der Leserin, des Lesers die Absicht der politisch Verantwortlichen, den neuen Theaterbau „Heimathalle“ zu nennen. Nehmen wir außerdem an, eine Bürgerinitiative forderte, ein Denkmal für Ehrenamtliche zu errichten. Zu beiden Plänen sollen die Bürger befragt werden. Würden Sie mit „Ja“ oder „Nein“ stimmen? Vielleicht wären Sie ja auch für das eine und gegen das andere Projekt. Ich stelle die Argumente vor und dann meine Position.
Beim ersten Nachdenken erscheint der Begriff „Ehrenamt“ zwar ein bisschen verstaubt, aber ehrenwert. Die Bezeichnungen „Freiwilligenarbeit“ und vor allem der wegweisenden Enquetekommission des Deutschen Bundestages 2002 folgend der von ihr präferierte Begriff „Bürgerschaftliches Engagement“ sind vielen Menschen und Institutionen mittlerweile deutlich lieber. Freiwillig, nicht auf materiellen Gewinn ausgerichtet, mit positivem Effekt für Dritte, im öffentlichen Raum stattfindend –das sind von der Kommission herausgearbeitete Charakteristika bürgerschaftlichen Engagements, das in der Regel gemeinschaftlich und kooperativ ausgeübt, der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und am Gemeinwohl orientiert sein soll. Zu diesem Engagement gibt es verschiedene empirische Erhebungen. Den Goldstandard Read more →

Verbände-Verortung, Ein Gespräch mit Ulrich v. Alemann

24 Jan
24. Januar 2019

Blog 195/ Januar 2018

Guten Tag,
der Düsseldorfer Hochschullehrer Ulrich v. Alemann ist einer der führenden Experten zum Themenfeld Parlamentarismus, Lobbyismus und Verbände. Über unser Gespräch habe ich im Vorspann geschrieben: „Ein Larifari-Gespräch liest sich anders“. Dazu stehe ich. Der sechsseitige Text ist erschienen im Verbändereport Nr.8/2018. Aber prüfen Sie selbst.

Mit herzlichen Grüßen
Henning v. Vieregge
2018-VR-09-Interview Alemann

Hebron als Symbol der Unverträglichkeit, Israel und Palästina wollen keine Versöhnung

07 Jan
7. Januar 2019

Blog 194/2019

Willkommen im jüdischen Hebron

Guten Tag,
gestern nochmals mit Freunden, die auch gerade in Israel waren, über die Chancen einer friedlichen Einigung zwischen Israel und Palästina diskutiert. Was hätten beide Staaten von einer Einigung für Vorteile, sei es in der Zwei-Staaten-Lösung, sei es in einem Staat? Am Beispiel von Hebron lässt sich die obwaltende Engstirnigkeit demonstrieren. Abraham, der Urvater, wird mit zwei streng von einander getrennten Zugängen verehrt.Abraham, der Urvater der Muslime versus Abraham, der Urvater der Juden.

Für Schutz ist gesorgt

Jan und Aleida Assmann haben in ihrer Rede zur Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels zu Hebron als Weltkulturerbe deutliche Worte der Kritik gefunden. Die Geschichtsvergessenheit ist dieses Mal auf palästinensischer Seite.

Mit besten Grüßen
Henning v. Vieregge

Hier der Redeausschnitt (die gesamte Rede ist im Netz):

Shared heritage?

Die Grenzen von Kulturen – das möchten wir hier noch einmal betonen – sind durchlässig. Die Dolmetscher gehören zu den ältesten Berufen der Welt, sie haben die Händler auf ihren Routen begleitet. Kulturen überschreiten Grenzen durch den Import und Export von Büchern, durch Übersetzungen, Aneignungen und Umdeutungen. Durch Kontakt mit anderen Kulturen verwandeln sie sich, gehen ineinander über, inspirieren und modifizieren sich gegenseitig. Sie lassen sich weder stillstellen noch in nationale Grenzen einsperren.

Zum kulturellen Gedächtnis gehören aber nicht nur Bücher und heilige Texte, sondern auch Denkmäler, Landschaften und Orte. Ein aktuelles Beispiel ist Hebron, die größte Stadt im Westjordanland, das von Israel besetzt ist. Vor einem Jahr hat die Stadt einen Antrag auf Read more →

Wie der weinende Kater vom Baum kam-

05 Jan
5. Januar 2019

Blog 193/Januar 2019
Guten Tag,

Ist es nicht schön, das neue Jahr mit einer ermutigenden Geschichte zu beginnen, die zudem noch wahr ist? (was man aktuell betonen muss) Auf der Nachbarschaftsplattform nebenan.de in der Nachbarschaft Gonsenheim – Ost meldete Nachbarin Sonja, ein schwarze Katze mit weißen Flecken sitze auf einer Kiefer traue sich offenbar nicht herunter. Ob jemand wisse, wie das weinende Tier gehöre? Wir wiederum machten uns Sorgen, weil unser Kater mit dem originellen Namen „Kater“ schon länger aushäusig war als üblich, nämlich fast zwei Tage und eine Nacht. Es klingelte, und unsere Nachbarn von gegenüber, alarmiert von Sonja, fragten, ob wir eine Katze vermissen. Wie es dann weitergeht, berichte ich hier (und auf der Nachbarschaftsplattform nebenan.de mit großem Dank)
Mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen für 2019
Henning v. Vieregge

P.S. Ich bin Botschafter von nebenan.de und fühle mich durch diese Geschichte in meiner Unterstützung der Plattform bestätigt.

Liebe Sonja, Dir und allen anderen an der Rettungstat Beteiligten herzlichen Dank . Eine konzertierte Nachbarschaftsaktion in drei Akten: Erstens erfuhren wir auf dem Nachbarschaftsweg, dass unsere Katze, die wir schon vermissten, hoch auf einer Kiefer auf dem Kinderspielplatz in der nächsten Straße sitzt und sich nicht runtertraut. Zweitens besorgte ein Nachbar, den ich angesprochen hatte, von seinem Nachbarn eine lange Leiter, weil seine zu kurz war. Er stieg auch hoch, was aber den Kater nur veranlasste, noch höher in den Baum zu steigen. Die mittlerweile angerufene Feuerwehr verwies darauf, dass Katzen zumeist irgendwann selber herunterfinden. Sollte das Tier bis morgen nicht herunter sein, könnten wir nochmals anrufen. Derweil jammerte das Tier weiter auf seinem schwankenden Ast, etwa neun Meter hoch. Drittens dann die Rettungstat durch meine tapfere Frau, Angela, der der Kater nach langem Zureden einen beherzten Zugriff erlaubte und sich die Leiter Stufe um Stufe herunter eng an sie halten ließ. Alle zitterten nach der Rettung, insbesondere die Retterin und das gerettete Tier, das nun nach ausgiebigem Fressen glücklich in seinem Pappkarton sitzt und hoffentlich gelernt hat, einen Baum nicht nochmals höher zu klettern als er sich hernach heruntertraut. Aber wer kennt schon die möglicherweise dramatische Geschichte dazu? Nochmals großen großen Dank an alle Beteiligten!!

© Copyright - Henning von Vieregge