Meine nächsten Termine

  • 23.04.2021: 100 Jahre Rotary in Südafrika
  • 12.05.2021: Ökumenischer Kirchentag Frankfurt
  • 05.06.2021: Governorabend
  • 06.06.2021: Frankfurt, Universität Kasino Distriktkonferenz „Heimat, die ich meine“
  • 06.06.2021: Distriktkonferenz

Jungchemiker, Seniorenangebot und Doppelmitgliedschaft: Bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker gibt es Besonderheiten

12 Apr
12. April 2021

252/April 2021
Guten Tag,
wieder verweise ich gern auf die Zeitschrift Verbändereport. Dort ist in der Nr.1/2021 ein Interview erschienen, das ich mit Prof. Wolfram Koch geführt habe. Hier der Einstieg:

UNSERE FACHGRUPPEN
DÜMPELN NICHT“
Die Chemiebranche ist bekannt dafür, dass sie mit ihren Organisationen, Arbeitgeberverband
und Gewerkschaft eingeschlossen, sehr kooperativ zusammenarbeitet.
Wolfram Koch, Geschäftsführer der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh),
bezeichnet dieses Maß an Kooperationspraxis sogar als „Alleinstellungsmerkmal unserer
Branche“. Besonders ungewöhnlich ist etwa die Möglichkeit einer Doppelmitgliedschaft
in der GDCh und dem VAA, dem Führungskräfteverband der angestellten Akademiker
in der chemischen Industrie. Darüber hinaus sind auch die Öff nung der GDCh u. a. für
Studierende ebenso wie der Aufbau eines Angebots für Senioren der Branche wichtige
Erfolgsfaktoren. Die GdCH versteht sich in erster Linie als Netzwerk aller in der Chemie
Tätigen oder daran Interessierten. Was dies praktisch heißt, erläuterte Prof. Koch im
Gespräch mit Henning von Vieregge.

Wer sich für die Gesellschaft Deutscher Chemiker interessiert, erfährt hier mehr.
Mit besten Grüßen
Henning v. Vieregge

VR: Sie sind seit 18 Jahren Geschäftsführer; was waren die wesentlichen Veränderungen in der Gesellschaft Deutscher Chemiker seitdem?

Es hat sich eine ganze Menge verändert, nicht zuletzt, weil die Wissenschaft Chemie sich permanent verändert und sich das in unserer Struktur wiederfindet, so in der Zusammensetzung unserer Fachgruppen, so in den etwa 60 Ortsverbänden. Das sind alles Standorte, an denen Chemie eine Rolle spielt, in der Regel Universitätsstandorte, aber auch Industriestandorte.

VR: Es gibt 50 Universitäten mit Chemieausbildung, habe ich gelesen.

Genau! Aber es gibt auch Standorte wie Ludwigshafen oder Leverkusen, die keine Universitäten haben, an denen aber große Industrieunternehmen der Chemie tätig sind oder Aalen mit einer großen Hochschule für angewandte Wisssenschaften. Auf der anderen Seite gibt es in der GDCh über 30 Fachgruppen und Arbeitskreise, die sich mit verschiedenen Unterdisziplinen befassen. Da ist immer eine große Dynamik, weil wir auf die Entwicklungen in unserer Wissenschaft reagieren wollen und müssen. In den letzten Jahren sind neue Fachgruppen dazu gekommen, die nicht nur die klassischen Felder vertreten, sondern auch eher quer zu diesen Unterdisziplinen tätig sind. Beispielsweise gibt es eine Fachgruppe zur nachhaltigen Chemie oder eine, die sich mit allen Themen rund um Chemie und Energie befasst. Da geht es um die Rolle der Chemie in modernen Energiefragen – alles was mit Batterietechnik, mit Photovoltaik, mit sogenannten solar fuels aber auch mit Energiespeicherung usw. zu tun hat. Die Bedeutung der Chemie für alle diese aktuellen Fragen wird häufig unterschätzt.

VR: War die Grundstruktur vor zwei Jahrzehnten denn schon da? Es ist eine Art Matrix.

Diese Grundstruktur gibt es schon viel länger, eigentlich von Anfang an. Es gab ursprünglich zwei chemische Vereinigungen: die ältere, die 1867 gegründete Deutsche Chemische Gesellschaft und der Verein Deutscher Chemiker, der 20 Jahre später, also 1887 gegründet wurde. Die Deutsche Chemische Gesellschaft war vor allem im akademischen Bereich verortet und hatte eher wenig Mitglieder, Read more →

Frühlingserwachen: schwache Bindung, starke Wirkung

23 Mrz
23. März 2021

251/März 2021
Guten Tag, sechs Vorträge an drei Tagen, am vierten Tag eine Fazitdiskussion mit Gästen, alles online, das war ein starkes Stück.
Und das Fazit?
Alle Referate, alle Diskussionen im Plenum und besonders intensiv in den Breakout Sessions zwischen den Teilnehmern des online Angebots „1820 Frühlingserwachen“ in der Woche vom 16.-19. März 2021 waren von Redlichkeit geprägt: dem Bemühen, „der Wirklichkeit Respekt zu zollen, nicht zu täuschen oder sich selbst zu betrügen, um Klarheit zu bringen und Differenziertheit zu suchen.“ Letztlich ging es allen Beteiligten, wiederum in den Worten des Philosophen Jürgen Werner, darum, „Hoffnung auf Besserung belastbar zu machen“.
Dabei hatte man sich thematisch nicht auf das zur Zeit nervig allgegenwärtige Pandemie-Thema fokussiert, sondern das Weltschicksal als Ganzes in den Blick genommen. Sechs Vorträge zu übergreifenden Themen von Rotariern für Rotarier: „Rotary und Gesellschaft im Zusammenhang“ war das Leitthema. Schon mit dem Auftakt -Vortrag von Gert Scobel, bekannter Moderator in 3 Sat und Philosoph, war dieser Großrahmen gesetzt, wenn der Referent fragte: Wir alle wissen um die große Transformation, warum tun wir nicht genug und nicht mit den richtigen Methoden?
Weltverbesserung, das weiß man auch bei Rotary, geschieht in kleinen Schritten, sofern diese in die richtige Richtung führen. Rupert Graf Strachwitz (Maecenata-Institut, Berlin) und Hans-Peter Meister hatten dazu konkrete Vorschläge: Rotary handelt richtig, wenn sich die Clubs als konsequente Akteure der Zivilgesellschaft verstehen (Strachwitz) und sich zu gemeinwohlbezogenen Projekten vernetzen in Ergänzung zu den bestehenden Strukturen (Meister).
Elisa Klapheck, Rabbinerin in Frankfurt mit einer Professur für jüdische Studien, nannte am eigenen Beispiel den Kampf um Pflichten (weniger um Rechte) eine notwendige Voraussetzung zur vollen Gleichberechtigung. Was für ihre Religion gilt, so konnte die Zuhörerschaft folgern, gilt auch für die Umsetzung von mehr Diversität bei Rotary. Eine intensive Debatte lösten ihre Bemerkungen über die Wichtigkeit von Ritalen, insbesondere, wenn sie neu erzählt werden, aus.
Um das Selbstverständnis der Rotarier ging es auch am dritten Tag mit den Vorträgen von Henning von Vieregge und Rainer Hank. In einem historischen Exkurs führte Vieregge die ideologienüberwölbende Gemeinwohlbezogenheit von Rotary auf die doppelte Transformation des Servicegedankens zurück: aus der religiösen und staatlichen Sphäre in die ökonomische und von dort in die zivilgesellschaftliche. In einer Zeit, in der es immer schwieriger werde, Zusammenhang im Denken und Handeln im weltweiten Maßstab zu sichern, sei es für Rotary wichtig, sich den Versuchungen von Ambiguitäts -Intoleranz weiterhin erfolgreich zu entziehen. Rainer Hank löste mit seiner Forderung, Rotary möge sich als eine Organisation der schwachen Bindung mit allen Vorzügen einer solchen Positionierung begreifen, lebhafte Debatten unter den Teilnehmern aus. Ergebnis: dies sei ein erhellender Beitrag zur Ent-Mythologisierung des Freundschaftsbegriffs bei Rotary. „Gerade deshalb genieße ich meine Mitgliedschaft in der Organisation“, unterstrich der Publizist. Zustimmung bei den meisten Zuhörerinnen und Zuhörern: Der freundschaftliche Umgang mit interessanten Menschen ohne ein Übermaß an wechselseitigen Erwartungen mache den eigentlichen Reiz der Zugehörigkeit aus.
Mit herzlichen Grüßen
Henning

1820 FRÜHLINGSERWACHEN, Interview mit Gert Scobel

12 Mrz
12. März 2021

250/März 2021
Guten Tag,
die nächste Woche steht für mich ganz unter der Überschrift 1820 Frühlingserwachen. Hier der Flyer. 1820-FRÜHLINGSERWACHEN Flyer

Hier ein Kurzinterview mit Gert Scobel.https://rotary.de/clubs/distriktberichte/viele-von-uns-drehen-gerade-am-rad-a-17675.html?newsletter=287

Interessenten können sich einschalten.Auch Nicht-Rotarier.

Mit herzlichen Grüßen
Henning v. Vieregge

Governor-Erleben

26 Feb
26. Februar 2021

249/Februar 2021

Guten Tag,
wie mir mein Governorjahr bekommt, steht hier. Es ist gleichzeitig ein grundsätzlicher Bericht über Rotary.
Mit herzlichen Grüßen
Henning

Governor auf digitaler Visite

Klimaschutz, Energiewende: Zwei hochspannende Vorträge bei Rotary. Und dann noch FRÜHLINGSERWACHEN

18 Feb
18. Februar 2021

248/Februar 2021
Guten Tag,
seit Juli 2021 als eine Reaktion auf die Pandemie wurde im Rotary Distrikt 1820 der gleichnamige TALK eingeführt, 30 Minuten Interview, bis Dezember in 14-tägigem Abstand. Beginn immer um 18:20 Uhr. Die TALKs werden in 2021 fortgesetzt, nun vier Wochen Abstand, teilweise kürzer, weil 3-4 Sondertalks dazukommen. Es lohnt sich, sich auf der Distrikthomepage 1820 kundig zu machen. Die Veranstaltungen sind auch für Nicht-Rotarier interessant und zugänglich.
In 2021 sein neues Format dazugekommen: 1820 CONNECT. Die Idee: Clubs zu Themen mit ihren Erfahrungen und ihrer Neugierde zusammenzubringen, die speziell interessieren. 60 Minuten, zusammen mit den Spezialisten vom Distrikt. Wiederum Start um 18:20 Uhr. So heute Abend zum Thema Fundraising. Clubs berichten, wie sie ihr Spendenaufkommen durch Fundraising-Aktivitäten teilweise erheblich aufstocken und so mehr Möglichkeiten haben, lokale und internationale Projekte zu unterstützen.
Ein Thema, dem Rotary International jetzt mehr Gewicht gibt, sind Aktivitäten und Projekte zugunsten des Überlebens unseres Planeten.
Das Vision Statement von Rotary International lautet: Gemeinsam sehen wir eine Welt, in der Menschen beginnen, nachhaltige Veränderungen zu schaffen- weltweit, in unserem Gemeinwesen und bei uns selbst.“
Nachhaltigkeit soll eine leitende Maxime des Handelns im Distrikt werden. Beispiele gibt es weltweit genug. So spendet der RC Jerusalem für jeden externen Referenten einen Baum in einem extra angelegten nach dem Gründer von Rotary benannten Paul Harris Forest. In Hessen beteiligen sich viele Clubs an einer bundesweiten Aktion von Rotaract „One Million Trees“ durch Pflanze Aktionen oder entsprechende Spenden.
Zwei online Vorträge in der kommenden Woche: Dienstag 18:20 Uhr 1820 TALK mit Prof. Volker Mosbrugger zu Klimawandel und Rotarys Aufgabe dabei, Donnerstag 19:30 Uhr Professor Franz Josef Radermacher zur Energiewende. Interessenten, die nicht Rotarier sid, melden sich bitte bei mir.
Was hält Rotary, 1,2 Millionen Mitglieder in über 200 Staaten weltweit, eigentlich zusammen. Über den Zusammenhang von Gesellschaft und Rotary findet unter dem Titel 1820 Frühlingserwachen, sieben Mal rotarisch – intellektuelles Vergnügen in einer Woche, eine besondere Vortragsreihe statt. Immer 18:20 Uhr und 2020 zwischen Dienstag dem 16. März und Donnerstag dem 18. März mit einer Abschlussdiskussion am Freitag dem 19. März um 18:20 Uhr. Referenten sind Gert Scobel, Rupert Graf Sprachwitz, Hans – Peter Meister, Elisa Klapheck, Rainer Hank und ich. Interessierte Nichtrotarier melden sich bitte bei mir. (henningvonvieregge@gmail.com)
Mit herzlichen Grüßen
Henning v. Vieregge

Standpunkt: Rotary ist ein Stück Heimat

22 Jan
22. Januar 2021

247/ Januar 2021
Guten Tag,
dass Rotary (wie jede Gemeinschaft) seinen Mitgliedern ein Stück Heimat bieten kann, ist unbestritten. Jedenfalls dann, wenn man einen Heimat-Begriff hat, der beziehungsgeprägt ist. Heimat ist dann da, wo ich mich auf – und angenommen fühle. Notwendig ist eine Beheimatung. Zu verhindern – und dies ist vorrangig Aufgabe der Führung der Gemeinschaft – ist eine Ent-Heimatung.
Mein Beitrag hat Echo ausgelöst. Während die Redaktion den Vorschlag, mit Interessenten an der Mitgliedschaft doch eine Probezeit zu verabreden, den Lesern zur Abstimmung stellte, waren die Rückmeldungen eher beim Thema Ent-Heimatung und speziell bei der Situation älterer Mitglieder, die ich explizit angesprochen habe.
Mit herzlichen Grüßen
Henning v. Vieregge
https://rotary.de/gesellschaft/rotary-ist-ein-stueck-heimat-a-17291.htmlaus Rotary Magazin Januar 2021S.27

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