Meine nächsten Termine

  • 18.02.2020: Frankfurt, Rotary Pre-PETS-Treffen Region 6, (Bernd Thoma, Bernhard Franken)
  • 19.02.2020: Frankfurt, GWA-Veteranen
  • 26.02.2020: Schreibzimmer Literaturhaus Frankfurt Abschluss
  • 29.02.2020: Rotaract 1820 Distriktkonferenz Bad Homburg (Nadia von Oesterreich)
  • 02.03.2020: Oberursel, Rotary Pre-PETS-Treffen Region 5 (Ulrich Mondorf)

Aeham Ahmad-Der Pianist aus den Trümmern

17 Feb
17. Februar 2020

Blog 224 vom 17. Februar 2020

Guten Tag,
Aeham Ahmad beeindruckt: mit seinem Klavierspiel, seinem Gesang und seinem Buch „Und die Vögel werden singen -Ich, der Pianist aus den Trümmern“. Für ein Rotary-Konzert in Marburg als Schlussstein eines Kongresses, den Governor Rainer Moosdorf und ich als Incoming Governor gemeinsam verantworteten, bei dem Musiker Rudolf Piehlmayer aus dem Buch las und beim Schlussstück auf der Klarinette begleitete,sind die nachfolgenden Textstellen aus dem Buch gesammelt. Die Fotos von Christoph Müller stammen aus diesem Konzert vom 8.2. 2020.

Mit besten Grüßen
Henning v. Vieregge

8. Februar Marburg DiTV
Anmoderation (von Jörg Hahn)
Liebe rotarische Freundinnen und Freunde, die Themengruppen liegen hinter euch, das Finale Furioso vor euch.
Am Flügel sitzt Aeham Ahmad. Er, Jahrgang 1988, stammt aus Yarmuk, einem Vorort von Damaskus, zu Friedenszeiten 650.000 Menschen, zumeist Flüchtlinge aus Palästina. Auch Aeham Ahmads Familie, die Großeltern, sind Flüchtlinge. Yarmuk wurde bekannt als ein Ort, in dem lange eine mit dem Assad Regime verbündete Palästinensergruppe das Sagen hatte, bei Ausbruch der Kämpfe gegen Assad übernahm die Freie syrische Armee das Viertel, danach die jihadistische Al Nusra und hernach die IS. Bei jedem Wechsel, bei jeder Radikalisierung flohen die Menschen aus dem von der syrischen Armee abgeriegelten und geschossenen Yarmuk. Aeham Ahmad blieb, schob sein Klavier in die Trümmer und sang mit Kindern und Erwachsenen die von ihm geschriebenen Lieder, um sich selbst und ihren Mut zu machen. Ein Granatensplitter verletzte seine Hand, er machte weiter. Weil er mit Freunden es schaffte, eine Internetverbindung aufzubauen, wurde er als der Pianist aus den Trümmern weltweit bekannt. Als IS-Leute sein Klavier zerschlugen, wusste er, es geht um Leben und Tod. Er wusste auch, dass er bei seiner Flucht aus Syrien nach Europa nur eine Chance haben würde, wenn er seine Frau und sein Kind zurücklässt. Das war das Schlimmste für ihn. In Deutschland halfen und helfen ihm viele, darunter an prominenter Stelle zwei Rotarier aus Wiesbaden, Elke Gruhn und Tilo von Debschitz. Die Familienzusammenführung gelang insbesondere mithilfe von Elke Gruhn, heute sind Frau und Kind und auch seine Eltern, der Vater ist ein blinder Instrumentenbauer, mit ihm zusammen in einem Dorf in Nordhessen. Aeham-ahmad kann von seinen Konzerten leben. CD und sein Buch und die Vögel werden singen liefern zusätzliche Einnahmen. Ich empfehle Ihnen nach dem Konzert den Weg zum Büchertisch.
Aeham Ahmad hat seine Heimat zweimal verloren, über die Großeltern, die zu Flüchtlingen wurden und nunmehr selbst. Kann er in der neuen Heimat Wurzeln schlagen? Offene Heimat Rotary, der Pianist und Sänger verkörpert ein Stück dieses Leitspruch für 20/21.
Ihm zur Seite sitzt Rudolf Piehlmayer, Dirigent und Mitglied des Rotaryclubs Frankfurt Alte Oper. Er war bis 2009 Generalmusikdirektor des Staatstheaters Augsburg und ist seitdem national und international in Engagements, ein Schwergewicht seiner Tätigkeit liegt in Frankreich. Lieber Rudolf, lieber Aeham Ahmad, bitte sehr.

Wenn Du vor Hunger und Bomben fliehst, lässt Du deine Welt zurück. Und verwandelst dich in eine jener grauen Gestalten, die schon immer im Elend gelebt haben müssen und nun nach Europa kommen, um teilzuhaben am großen Reichtum. So behaupten es jene, die nicht verstehen, wer wir sind und woher wir kommen. Die Angst haben vor uns. Doch meine Geschichte ist eine ganz andere. (15)
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Was bringt die Diskussion um Heimat? -Ein Interview

11 Feb
11. Februar 2020

Blog 223, Februar 2020

Guten Tag,

„Heimat hat damit zu tun, der Zukunft zu vertrauen“-Unter diese Überschrift stellte die AZ ewin Interview von Stefan Schröder (Chefredakteuer Wiesbadener Tagblatt) mit mir. Es erschien in einer 80-seitigen (!) Beilage aller Zeitungen im VRM-Verlag (Mainz, Wiesbaden, Darmstadt, Worms usw.) unter der Überschrift „Heimat ist Zukunft“ als Sonderveröffentlichung am 31. Janaur 2020. Bitte lesen Sie:

Herr von Vieregge, warum lässt das Wort Heimat niemanden kalt?
In dem Wort steckt eine Unschärfe, die ganz viel Fantasie zulässt und ein Gefühl von Wärme. Das bringt einen zum Nachdenken. Wenn Wärme von Kälte abgelöst wird, scheint es ein Problem zu geben.

Haben Sie versucht, den Begriff zu definieren?
Ich habe ein bisschen herumdefiniert. Es hat etwas mit Ortsbezogenheit zu tun. Der zweite Part ist die Familie. Wo meine Familie ist, ist meine Heimat. Dann beginnt man zu differenzieren. Man kommt darauf, dass Musik, Kirche, Vereine und eine Fülle von anderen Dingen dazu führen, dass man sich irgendwo aufgehoben, angenommen und wohlfühlt.

Was ist mit Sprache?
Sie gehört dazu. Auch Dialekte. Anheimelnd ist dafür ein passender Begriff. Für jemanden, der in ein neues Land mit einer neuen Sprache geht, für den ist die Sprachbarriere ein besonderes Hindernis.
Kann man Heimat als Begriff überhaupt verallgemeinern? Heimat ist doch zuerst eine ganz persönliche, ja private Angelegenheit?
Gleichwohl gibt es Faktoren staatlichen Handelns und des Handelns von vielen Institutionen zusammengenommen, die dazu führen, dass ich mich da, wo ich bin, beheimatet fühle. Oder dass ich mich entheimatet fühle.

Haben Sie dafür ein Beispiel?
Die Deutschstämmigen in Rumänien wurden Read more →

Frischer Wind aus Freiburg: Ein Verband präsentiert sich

11 Feb
11. Februar 2020

Blog 222/Februar 2020

Guten Tag,
das Interview mit Dr. Thomas Münzer, der in Freiburg den wvib- Verband führt, der sich um der besseren Wiedererkennung willen Schwarzwald AG nennt, zeigt,wie regionale Verbände ,frisch und auf dem Punkt ausgerichtet, Erfolg haben können.

Mit besten Grüßen
Henning v. Vieregge

(Quelle: Verbändereport Nr.9/2019 vom Dezember 2019 S. 8-13)

2019 VR Interview Dr. Thomas Münzer

Der magische Augenblick: Das Weltmotto von Rotary 20-21 wird enthüllt

30 Jan
30. Januar 2020

Blog 221/Januar 2020

Guten Tag,

Wenn Deutsche sich in der Welt so präsentieren wollen, dass sie unschwer erkannt werden, können sie das mit Pickelhaube und Uniform tun. Liebenswerter und kleidsamer ist Variante 2: die Bayerntracht steht auch dem kühlsten Nordländer. Hier bei einem einwöchigen Trainig von allen 543 Governors weltweit in San Diego,USA. Der Kulturabend war einer der Events.

Der magische Augenblick ereignet sich um 10.04 Ortzeit im Seaport Ballroom des Hyatt Hotels in San Diego, als der Weltpräsident für das rotarische Jahr 20/21, Holger Knaack, zum Ende seiner Rede kam. „Mein Leitmotiv lautet also (543 Governor elect, zumeist mit Partnern, beugten sich erwartungsvoll vor): „ROTARY OPENS OPORTUNITIES“. Brausender Beifall, dann spürte man nicht wenigen Weggenossen im rotarischen Jahr an, wie das Motto arbeitete: „Was bedeutet dieses Leitwort für meine Arbeit“. Insbesondere wer mit einem eigenen Thema in sein Jahr gehen will, (wie der Verfasser dieser Zeilen), fängt an darüber nachzudenken, wie beide Leitworte zusammen passen. So wie es ab sofort auch jede Clubpräsidentin, jeder Clubpräsident 20/21 mit seinem Motto tun wird.
Wer gern führt, führt besser. Holger Knaack merkt man seine Freude, kommender Weltpräsident zu sein, an. Die Freude steckt an, der Funke springt. Knaack will Verjüngung, aber keine Altersgrenze für Aufnahmen in den Clubs , er will mehr Wachstum, aber nicht auf Kosten der Qualität. Der erste Deutsche in dieser Position stößt auf viel Zustimmung und Sympathie, in Deutschland könnte er der rotarischen Bewegung einen Schub geben. Darin ist sich die Crew 20/21 mit 15 Mitgliedern plus zwei Österreichern, drei Schweitzern und einem deutschen Governor aus den Niederlanden hoffnungsvoll einig.

Mit herzlichen Grüßen
Henning v. Vieregge


Links der erste deutsche Weltpräsident von Rotary überhaupt, Holger Knaack. Ihm übergebe ich eine CD mit einer Komposition von Bernhard Wetz, Frankfurt, (RC Alte Oper) zu den vier Fragen von Rotary, die den ethischen Rahmen rotarischen Handelns markieren: Is it truth? Is it fair to all concerned? Will it build goodwill and better friendship? Will it be beneficial to all concerned? Das extra für mein rotarisches Jahr entstandene Klavierstück mit Gesang (Bernhard Wetz, Julie Sekinger) ist 6,5 Minuten lang.

Trauer um Dieter Schweickhardt

23 Dez
23. Dezember 2019

Blog 220, Dezember 2019

Guten Tag,

Dieter Schweickhardt war mein Vorgänger als Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands Kommunikationsagenturen GWA. Er hat 35 Jahre für den Verband, der drei Mal seinen Namen wechselte, sei es, um einen Zusammenschluss zweier Verbände zu markieren, sei es um auf Zeithöhe zu sein, gearbeitet. Er war ein Geschäftsführer wie aus dem Bilderbuch: klug, diplomatisch,reich an Beziehungs- und Freundschaftsnetzen, pragmatisch gepaart mit strategischer Weitsicht, gut gelaunt und gutem Genuss nie abhold. Während meiner Zeit für den GWA bin ich immer wieder auf Themen und Regelungen gestoßen, die mein Vorgänger angestoßen und auf den Weg gebracht hatte, die ich nur bewundern konnte. Nach meinem Umzug nach Mainz haben wir uns richtig angefreundet, das gilt auch für Dieters Frau Dietlind un Angela.
Der untenstehende Text aus New Business Nr.51-52 vom 16.12. 2019 stammt von Herausgeber Peter Strahlendorf. Man spürt diesem Text im Gegendsatz zu dürren Nachrufen an anderen Stellen die persönliche Betroffenheit an.
Gleiches gilt für Stimmen aus dem europäischen Kreis ehemaliger Geschäftsführer der Agenturverbände, die sich unter dem Label ECAM noch jedes Jahr treffen. Sie waren tätig unter dem Dach von EAAA, heute EACA.

Mit besten Wünschen
Henning v. Vieregge
new business 51-2019 – Nachruf D. Schweickhardt + J. Schrader
siehe auch
https://www.new-business.de/koepfe/detail.php?rubric=K%D6PFE&nr=746370

Dieter Schweickhardt in Erinnerung
An die Mitglieder der ECAM-Gruppe

Dear friends,
it is my sad duty to inform you that Dieter Schweickhardt passed away December 6. He will be buried in the innerst circle of his family.
This is the obituary notice of his family.
https://lebenswege.faz.net/traueranzeige/dieter-schweickhardt/56147409
You all know that Dieter was the heart of ECAM for a long time, with his beloved wife Dietlind at his side. He was open minded, tolerant, with a warm heart, loving friendship; we will miss all of his characteristics.
Henning

Dear all,
Very sad news. Time passes, with unavoidable endings..
Dieter was a good friend, long time before Ecam, when we were “SPOs” (I even don’t remember what that meant, Senior something Officers) )then “NDs”, when advertising was a challenging business . I learnt a lot with him and he was a great “older brother” in this field. Read more →

Das Buch zu Weihnachten? Hier kommt die Empfehlung von Tobias Kemnitzer

12 Dez
12. Dezember 2019

Blog 219, Dezember 2019
Guten Tag,
im aktuellen bbe-Rundbrief Nr. 25 vom 12.12. 2019 findet sich die Besprechung meines Buches „Wo Vertrauen ist, ist Heimat“ von Tobias Kemnitzer, dem Geschäftsführer der bagfa, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen. Der Vorspann lautet:

Sie lauert immer und überall: die Sehnsucht nach Heimat. Höchste Zeit deshalb, dass mal jemand gründlich durchdacht und aufgeschrieben hat, was das mit bürgerschaftlichem Engagement zu tun hat. Henning von Vieregge ist das gelungen. In seinem Buch »Wo Vertrauen ist, ist Heimat – Auf dem Weg in eine engagierte Bürgergesellschaft« beleuchtet er bürgerschaftliches Engagement aus verschiedenen Blickwinkeln und untersucht, wie Engagement zu einer lebendigen, einer vielfältigen und einer vertrauensvollen Demokratie beitragen kann. Wer also noch ein engagiertes Buch für unter den Weihnachtsbaum sucht, dem empfiehlt Tobias Kemnitzer, bagfa-Geschäftsführer, zuzugreifen. In seiner Rezension begründet er, warum.

Dann folgt die Rezension:
http://https://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2019/12/2019_Rezension_Vertrauen_Heimat_Tobias_Kemnitzer.pdf

Mit herzlichen Grüßen
Henning v. Vieregge

© Copyright - Henning von Vieregge