Das reiche Rothen

14 Jul
14. Juli 2016

Guten Tag,

Rothen, Treffpunkt Rothener Kelle
Treffpunkt Rothe Kelle
Das kleine Rothen, gelegen im Sternberger Land in Mecklenburg zwischen Schwerin und Güstrow, ist besonders reich. Jedenfalls dann, wenn man das Sozialkapital bewertet. Sozialkapital bildet sich durch Kenntnis voneinander. Dadurch entsteht Vertrauen und Vertrauen schafft Bindung. Wenn man sich aber aufeinander verlassen kann, geht Vieles im Zusammenleben einfacher. Jeder gibt sich dann mehr Mühe. Diese guten Beziehungen zueinander sind also ein geldwerter Vorteil. Eben Sozialkapital.
Und so erlebe ich Rothen.
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Wie Kirchengemeinden effektiver kommunizieren +++++ Neun Empfehlungen

04 Jul
4. Juli 2016

Blog 124/Juli 2016

Kreuz im Nebel: Hier hilft keine Positionierung Kreuz im Nebel: Hier hilft keine Positionierung

Guten Tag,

Erfolgreiches Werben nimmt im Aufmerksamkeitswettbewerb durch konsequente Nutzerperspektive und berührende Emotionalität die erste Hürde: es wird wahrgenommen. Ob die Botschaft dann auch verstanden wird und ob ihr gefolgt wird, das sind Anschlussfragen. Also müsste ich, bezogen auf diesen Text, die Nutzerfrage „What’s in for me?“ überzeugend beantworten. Was haben diejenigen, denen – um die Überschrift zu bemühen – Hinweise zu effektiverer Kommunikation gegeben werden, davon, wenn sie den Empfehlungen folgen? Kann ihre Berufsausübung so mehr Freude bereiten? Zweifellos wird doch eine Zusatzanstrengung empfohlen: Wärmt solche Mehrarbeit zum Ausgleich das Herz, das eigene und das der Gemeinde?
Die Antworten liegen nicht bei mir. Ein Akzeptanzproblem kann ich ansprechen, aber nicht beseitigen. Die Barrieren „Rat von Leuten aus der professionellen Kommunikation nicht abweisen“ und „Effektivität als Maßstab akzeptieren “ müssten geräumt sein, wenn die im Text ausgesprochenen Empfehlungen es bei der Leserin, beim Leser in die Abwägung schaffen sollen.
Zur Erklärung der Entstehung: Der Text ist nach Interviews mit führenden Experten der Werbe- und Kommunikationswirtschaft über ihr Bild von Kirche und ihre Empfehlungen zur Kommunikation von Kirche entstanden.

Mit besten Grüßen
Henning v. Vieregge
Quelle: Hessisches Pfarrblatt Nr. 3/ 2016
(dort nachlesbar und ausdruckbar mit Fußnoten)

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Goldabiturient 1916-2066

19 Jun
19. Juni 2016

Blog 123/ Juni 2016

Guten Tag,

Abiturfeier Leibnizschule Hannover am 16.6.2016: Wer eingeladen wird zur 50. Wiederkehr seines Abiturs, kommt unvermeidlich ins Grübeln. „Wir sind ja ein richtiger Nachkriegsjahrgang“, sagt einer, als hätte er eine Neuigkeit entdeckt.  Wir, das sind  die zwischen 1946 und 1948  geborenen, die letzten Jahrgänge von bescheidener Aufmüpfigkeit, bevor die 68er Bewegung die Schulen erreichte. Reinhard Kurz, Mit-Goldabiturient, sieht uns in der Rückschau so: „ Die meisten von uns arbeiteten sich wohl in der Mittelstufe schlichtweg an den autoritären Köpfen ihrer Lehrer mit mehr oder weniger erfindungsreichen Jungenstreichen ab –sozusagen in der literarischen Tradition der Werke von Musil, Torberg, Wedekind etc. So sind wir schulisch aufgewachsen mit Menschenleben, wie sie uns  im Sturm der Studentenbewegung kaum noch begegneten.“ Mit Lehrern, von denen keiner unversehrt an Körper und Seele war. Die uns, wenn sie dazu einen Anlass sahen,  ohrfeigten, mit Hausschlüsseln und Tauen schlugen, in Papierkörbe versenkten. Dies alles  aus erlernter Erzieherbrutalität oder erlittener Lebensverzweiflung, wie wir erahnten und nicht unterscheiden konnten.
Dr Horst Berkowitz1

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Was macht alte Menschen glücklich?

02 Jun
2. Juni 2016

Blog 122/Juni 2016

Guten Tag,

fast alle Hochalterigen müssen irgendwann gegen Ende einen Großteil ihrer Autonomie aufgeben, oft aus heiterem Himmel. Zumeist fängt es damit an, dass die Person stürzt und sich etwas bricht oder in ihrer Wohnung ohnmächtig wird . Man findet sie und die wohlmeinenden Kinder sagen: „So geht es nicht mehr weiter, dass, Mutter oder Vater, wirst du doch einsehen?“ Es sind nicht nur die gewohnten sozialen Kontakte, die dann wegbrechen, es ist auch der bis dahin noch mögliche Einsatz für noch Schwächere. Die Rundumversorgung im Seniorenheim ist nicht nur ein Segen.

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Glaube und Zweifel, gestärkt durch Odo Marquardt

17 Mai
17. Mai 2016

Blog 121/Mai 2016

Guten Tag,

Marquardt erzählt: Ein Besuche des dänischen Physikers Niels Bohr (1885- 1962, Nobelpreis 1922) entdeckte an dessen Skihütte ein Hufeisen und fragte, ob er als Naturwissenschaftler etwa an die glückbringende Kraft eines Hufeisens glaube? Der Physiker soll geantwortet haben: „Selbstverständlich glaube ich nicht daran. Doch man mir versichert, dass Hufeisen auch dann wirken, wenn man nicht an sie glaubt.“

Und wenn Gott das Hufeisen wäre?
An Zweifels-Stellen kann skepsisgetriebener Humor helfen, über den der Gießener Philosophen Odo Marquardt (1928-2015) reichlich verfügte. „ Die Auferstehungsmythologie des Christentums – dem ich sonst anhänge – spricht allenthalben von Auferweckung und Erwachen. Ich schlafe gern. Ich hoffe und vertraue auf einen Gott, der mich nach meinem Tode nicht auf erweckt, sondern schlafen lässt“, schrieb Odo Marquardt und fügte hinzu: „Meine Frau ist für etwas mehr Auferstehung und meistens setzt sie sich ja durch“.

Wer Glaube u. Zweifel so zusammenfügt wie Odo Marquardt – und nur auf diesen Aspekt habe ich mich ausgerichtet- hilft mehr zum Glauben als jeder Fundamentalist.

Quelle:

Mit herzlichen Grüßen
Henning v. Vieregge

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Drei Geschichten vom hohen Alter und Sterben

01 Mai
1. Mai 2016

Blog 120/ Mai 2016 

Guten Tag,

hier sind drei wahre Geschichten . Sie stehen für den Realismus der Jugend zum Thema Sterben , für existierende Sorgekultur und den Nutzen, den alle Generationen davon haben, wenn es gelingt,  Hochalterige nicht auszuschließen, sondern teilhaben zu lassen. Das gelingt am besten  projektorientiert auf gemeinsame Ziele, also gänzlich ohne den Schmonzes-Überbau vom Glück intergenerationeller Zusammenarbeit.  Aber man braucht eine organisatorische Plattform dazu.

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© Copyright - Henning von Vieregge