Leserbrief willkommen? BDZV nennt gelungene Beispiele
Brief 80/Januar 2014
Guten Tag,
die Diskussion um (Nicht-) Kommunikation mit Leserbriefschreibern kann fortgesetzt werden. Der Bundesverband der Zeitungsverleger BDZV, Berlin, nennt Beispiele aus seiner Sicht gelungener Kommunikation zwischen Redaktion und Leser. Hier der Brief:
Wir haben zu dem – spannenden – Thema leider keine quantifizierbaren Erkenntnisse. Mindestens zehn Zeitungen beschäftigen einen Ombudsmann/eine Ombudsfrau, die sich auch um Anfragen der Leser kümmern und Themen aufgreifen. Wohl am bekanntesten dabei ist Anton Sahlender, der dies Amt seit vielen Jahren für die Main-Post in Würzburg ausübt, mittlerweile aus dem Ruhestand heraus.
Die großen Titel haben, soweit die Anmerkungen online und zentral eingehen, zumindest eine automatisierte Antwort und beschäftigen eine eigene Leserbriefredaktion. Angesichts der Masse der eingehenden Briefe und Mails kann ich mir jedoch nicht vorstellen, dass wirklich jeder Absender eine Antwort erhält, zumal die Schreiber zum Teil sehr fordernd sind….(folgt ein Beispiel, das aber nicht veröffentlicht werden soll)
Leserbriefe (und Kommentare, soweit sie nicht von Trollen stammen) sind unbedingt ein Mittel der Leser-/oder heute besser Publikumsbindung. Obendrein können sie auch zur Themenfindung beitragen. Aber auch hier enden die Möglichkeiten jenseits der mechanischen Eingangsbestätigung bei der Zahl der geschulten Mitarbeiter, die für die Bearbeitung und Beantwortung eingesetzt werden können. Wenn es ganz gut läuft, sind Leserbriefe Sache der Chefredaktion.
Es tut mir leid, dass wir Ihnen nicht mit klareren Zahlen dienen können. Sicherlich gibt es auch in den medienwissenschaftlichen Studiengängen die eine oder andere Bachelor- oder Masterarbeit zu diesem Thema.
Mit freundlichen Grüßen
Anja Pasquay