Meine nächsten Termine
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- 10.03.2026: BK online Martin Mosebach
Über 1000 Studierende der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität (JGU) wurden befragt, erfreuliche 399 antworteten. Dabei waren die Fragen teilweise recht anspruchsvoll. Die Umfrage stand unter dem etwas sperrigen Titel „Zivilgesellschaftliches Engagement und Universität.“ Sie handelte also vom Ehrenamt, bürgerschaftlichen Engagement, Freiwilligenarbeit. Es geht um all‘ das, was ohne Bezahlung und aus freien Stücken außerhalb der Familie getan wird. Fast zwei Drittel der Befragten (63,8 %) tun das. Das sind fast doppelt so viele wie im Durchschnitt der Bevölkerung in diesem Alterssegment. Erstaunlich? Nicht so sehr, wenn man erfährt, um wen es sich handelt.
Befragt wurden die 50 Plus Studierenden , die sich für die Angebote des Zentrums für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) oder als Gasthörer eingeschrieben haben.
Die Antwort bestätigt, was Engagementforscher schon länger wissen: Wer weiter lernt, rührt sich auch sonst im Leben. Lernen spornt an und kommt auch dem Nächsten zugute.
Die Umfrage ergab weiter, dass auch diejenigen, die sich bisher noch nicht engagieren, überwiegend ansprechbar und interessiert sind. Würde das gesamte „Alt-Studierenden“ Potential erschlossen, wären über 90 Prozent pro Woche zwischen zwei und zehn Stunden ehrenamtlich tätig. Was für ein Reichtum! Was für eine Chance für die Gesellschaft! Genannt wurden praktisch alle Lebensbereiche als denkbare Einsatzfelder. Vorn rangieren in der Reihenfolge der Nennungen
Erfreulich und gleichzeitig verpflichtend ist das ausgeprägte Zugehörigkeitsgefühl der Befragten zur JGU. Jeder Vierte (25,8 %) betont dies. Entsprechend können sich auch zwei von drei Engagementwilligen vorstellen, dass dies im Rahmen der Universität geschieht. Hochschulen als Arbeitgeber von Freiwilligen? Dieser Gedanke ist für Hochschulen zumeist noch gewöhnungsbedürftig. Zumal, wenn man noch weiter nachfragt. Das Zentrum für Qualitätssicherung und –entwicklung (ZQ), das die Umfrage durchführte (verantwortlich Andrea Krieger M.A.) hat das getan und gefragt, was denn besonders zum Engagement reizen würde. Die Antwort:
„Wenn altersgemischte Freiwilligenarbeit zusammen mit studierenden angeboten wird“ hat die meisten Nennungen.
Die Initiatoren der Studie, ZWW Leiterin Dr. Beate Hörr und der Berichterstatter, haben reagiert: Wer sich meldet, für den wird ein Engagement-Platz in der Universität gesucht, zunächst zum Reinschnuppern. Das Interesse daran wächst stetig. Wunsch ist nun, die Studierenden zu befragen, ob auch für sie „Lernen durch Engagement“ ein spannendes Thema ist. Und um die Potentiale sichtbar zu machen. Und vor allem: Ob sie Lust zum Tandem- Engagement haben. Aufgaben gibt es genug, innerhalb und außerhalb der Universität.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr/Euer Henning von Vieregge
5. Werkstatt Universität und Zivilgesellschaft innerhalb ZWW Studium 50 Plus
Schwerpunkt „Kirche als Arbeitgeber von Freiwilligen – Was verändert Engagement?“
Inhalt: Kirchliche Institutionen beider Konfessionen sind große Arbeitgeber, auch für Freiwillige, auch von Ehrenamtlichen mit Vergütung. Vielfach, auch in Mainz, sollen sich die Engagierten stärker und die Noch-Nicht-Engagierten endlich engagierten. Insbesondere die ältere Generation (die „fitten Alten“) weckt Erwartungen. Aber: Mehr bürgerschaftliches Engagement hat Voraussetzungen und Konsequenzen. Wird dies in den Kirchen beachtet? Sind Freiwilligen-Management und ein neuer Mix zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen anerkannte und hartnäckig angesteuerte Ziele oder wird versucht, an mehr Freiwilligenarbeit zum Nulltarif in jeder Beziehung zu gelangen? Was spricht aus der Zivilgesellschaft, was aus kirchlicher Sicht für ein Mehr an Bürgerengagement in und aus der Kirche?
Diesen Fragen wollen wir in Literatur und Praxis nachgehen. Gleichzeitig werden wiederum Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die sich engagieren wollen, vor allem unmittelbar an der Universität, unterstützt.
Teilnehmer: Die Teilnahme erfordert weder theoretisches noch praktisches Vorwissen. Neugierde an den Fragen und die unterschiedlichen Erfahrungen der Beteiligten sind Träger des Werkstatt-Gedankens. In diesem Semester neu angesprochen werden Freiwillige/Ehrenamtler/Engagierte und solche, die es werden wollen, aus kirchlichen Einrichtungen, gleich welchen Alters, die ihre Erfahrungen austauschen wollen.
Treffen immer Dienstag, 17.30 (Vorgespräche ab 17 Uhr) bis 19.30 h im Clubraum Forster im Gastprofessorenhaus der Universität Mainz, Wittichweg 31, 55128 Mainz (auf dem Campus)
Termine
15. Okt. 29. Okt 19. Nov 26. Nov 10. Dez 21. Jan. 4. Febr.
Am 21. Januar kommt Bernhard Nacke, Landesbeauftragter für ehrenamtliches Engagement, zuvor Leiter des Katholischen Büros Mainz. Für den 20. Oktober ist Dekan Andreas Klodt, Mainz, als Gastreferent vorgesehen. Am 26. November wird Anke Wiedekind, aus Gemeindespenden finanzierte Pastorin und Ehrenamtsorganisatorin der Andreasgemeinde Eschborn-Niederhöchstadt Gast sein.
Anmeldung über das ZWW oder beim ersten Treffen. Es entstehen Ihnen keine Kosten.
Literatur: Materialien zum ökumenischen Projekt www.kirche-findet-stadt.de, Christian Hennecke, Kirche, die über den Jordan geht, Münster 2011, div. Veröffentlichungen des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD/ Literaturliste in der ersten Sitzung
Mit besten Grüßen,
Henning von Vieregge
Guten Tag,
Eine Weisheit bewahrheitet sich mal wieder, eine Gewissheit bekommt ein Fragezeichen. Holger Busch ist seit anderthalb Jahren Hauptgeschäftsführer des von bayerndruck, dem Verband Druck & Medien Bayern. VDMB.
Die bestätigte Gewissheit: „Neue Besen kehren gut“, besonders, möchte man hinzufügen, wenn sie von außen kommen: Busch war zuvor Geschäftsführer des VDZ in Berlin.
Das Fragezeichen steht hinter zu starker Ausgliederung von Verbands-Services in eigene Gesellschaften. Bleibt der Verband dann attraktiv genug?, fragte ich Holger Busch. Seine Antworten sollten eine Debatte auslösen.
Lesen Sie hier: Interview Holger Busch Verbändereport
Mit besten Grüßen
Henning von Vieregge
„Was probiert ihr denn gerade aus?“ Drei Phasen der Krisenbewältigung
Guten Tag,
wer fragt sich nicht, ob in Organisationen auf Krisen immer zu spät, nie wirklich präventiv reagiert wird? Ich habe den Eindruck: So ist es. Meine Beispiele kommen aus der evangelischen Kirche und es sind vermutlich noch nicht einmal die spektakulärsten. Meine These: Die Kraft der „Laien“ wird beschworen, aber nicht genutzt.
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Der evangelische Kirchentag, der sich in früheren Jahren zurecht viel auf seine Distanz zu den Kirchenleitungen zugute hielt, wird mittlerweile von den gleichen Führungspersönlichkeiten hier wie dort dominiert. Karin Göring-Eckardt bleibt in ihrer Multifunktionärsrolle merkwürdig unkritisiert; was Angela Merkel in der Politik ist, ist sie in der Kirche (und bei den GRÜNEN).