Brief 43/13 Die Schwächen des Kirchentags

29 Apr
29. April 2013

Verändert Ehrenamt Kirche? Die Schwächen des Kirchentags

Guten Tag!

Der evangelische Kirchentag, der sich in früheren Jahren zurecht viel auf seine Distanz zu den Kirchenleitungen zugute hielt, wird mittlerweile von den gleichen Führungspersönlichkeiten hier wie dort dominiert. Karin Göring-Eckardt bleibt in ihrer Multifunktionärsrolle merkwürdig unkritisiert; was Angela Merkel in der Politik ist, ist sie in der Kirche (und bei den GRÜNEN).

Read more →

Warum haben die Ostermärsche in diesem Jahr einen so kläglichen Zuspruch gefunden?

10 Apr
10. April 2013
Warum haben die Ostermärsche in diesem Jahr einen so kläglichen Zuspruch gefunden? Ich weiß es wirklich nicht, denn die Redner waren überzeugend, wie dieser Fotobeweis aus Mainz zeigt.

Warum haben die Ostermärsche in diesem Jahr einen so kläglichen Zuspruch gefunden? Ich weiß es wirklich nicht, denn die Redner waren überzeugend, wie dieser Fotobeweis aus Mainz zeigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Brief 42/2013: Alter und Demenz sind keine Krankheiten. Aber zur Zivilität für alle fehlt Vieles, besonders im 4. Lebensalter: Reimer Gronemeyers Einsichten.

10 Apr
10. April 2013

Ist Demenz keine Krankheit?

Liebe Leserin, lieber Leser,

es ist lohnend, sich mit dem Denken des Gießener Soziologen und Theologen Reimer Gronemeyer zu beschäftigen. Hier eine Rezension seines letzten Buches  „Das 4. Lebensalter. Demenz ist keine Krankheit“ und ein Interview, das ich im Herbst 2011 mit ihm für mein Buch „Der Ruhestand kommt später“ geführt habe. Als ich mit das Manuskript eigentlich schon abgeschlossen hatte, hatte ich das Bedürfnis, das Fazit mit einigen klugen Menschen zu diskutieren. Wer sich wie ich mit Begeisterung auf die Beschreibungen des historisch neuen und überaus attraktiven Dritten Lebensalters wirft, dem kommt dann doch die Frage: Und dann? Ist das, was dann kommt, nur verdrängter Stoff? Und was machen wir dann mit der Zivilgesellschaft, beginnt dann die Ausgrenzung? Wird die alte Misere nur etwas nach hinten gerückt und trifft dann um so härter? (mindestens diejenigen unter uns, die sich bei den Oster-Verheißungen vom ewigen Leben nach dem besiegten Tod nicht wirklich angesprochen fühlen)

Ich wünsche anregende Lektüre
Henning von Vieregge

Read more →

Brief 41/2013: „ZEHN JAHRE IN DER ERSTEN REIHE SIND GENUG“ Beitrag

20 Mrz
20. März 2013

pdf-hvv

Personal-Rotation in Verbänden

Ein englischer Kollege als Debattenauslöser?

Guten Tag,

2011 verließ Hauptgeschäftsführer Hamish Pringle den englischen Werbeagenturen-Verband IPA. Er war ein ungemein erfolgreicher Kollege. Warum ging er im zehnten Jahr?

Ich bat ihn vor kurzem um Auskunft und erhielt eine schriftliche Darlegung, auf die ich mich im Folgenden beziehe.

Download PDF „ZEHN JAHRE IN DER ERSTEN REIHE SIND GENUG“

Download PDF „TEN YEARS AT THE TOP IS ENOUGH“

Read more →

Brief 40/2013 Beitrag Encore Career und Interview Fuchs VDI

20 Feb
20. Februar 2013

 

Encore Career

 und die Ansichten des Willi Fuchs, VDI

Guten Tag!

Was unterscheidet einen Verband des Jahres von einem gewöhnlichen Verband? VDI-Direktor Willi Fuchs hat mir das erklärt. Das Interview ist im VerbändeReport 9/2012 erschienen und kann hier nachgelesen werden. Das ist Pflichtlektüre für Verbandsmanager auf der Suche nach Verbesserungsideen.

Verbändereport VDI Fuchs

Wer jetzt zwischen 40 und 50 ist, sollte anfangen, sich Gedanken über eine etwaige zweite Karriere zu machen. In den USA spricht man von Encore Career und bezieht unbezahltes Arbeiten mit ein. Dazu habe ich in der reputierlichen ApuZ (Beilage zur Wochenzeitschrift Das Parlament Nr 4/5/ 2013 ) geschrieben und empfehle den Beitrag zum Lesen.

Encore Career: Von der Ausnahme zur Normalität

Die Schlussfolgerungen sind individuell.
Die Generali Altersstudie 2013 schätzt , dass Zeit im Umfang von umgerechnet mehr als einer halben Million Vollzeitstellen allein unter den 65 bis 85 Jährigen gern unbezahlt etwas tun möchte, aber -aus welchen Gründen auch immer- nicht in die Puschen kommt. Das ist ärgerlich für den Betreffenden und die Gesellschaft. Wir brauchen Euch!, heißt das lesenswerte Buch von Loring Sittler und Roland Krüger, das ich rezensiert habe. Ebenso die Altersstudie. Wenn Bücher helfen, Handeln zu beeinflussen: hier sind sie.

Mit herzlichem Gruß
Henning von Vieregge

Brief 39/2013 Schreibzimmer für Jungautoren im Frankfurter Literaturhaus

28 Jan
28. Januar 2013

Liebe Leserin, lieber Leser

Wenn Sie eine garantiert spannende Lesung junger Schriftstellerinnen und Schriftleser erleben wollen, notieren Sie sich den 19. Februar 2013, 19.30 h (Uhrzeit nochmals überprüfen) Literaturhaus Frankfurt. Da wird vorgelesen, was im Projekt Schreibzimmer entstanden ist. Über dieses Projekt lesen Sie unten stehend. Wenn Sie weiter lesen, kommen Sie an mein Vorwort zur Dokumentation der Texte, die am 19. 2. verkauft wird. Vielleicht macht es Sie noch neugieriger.

Mit herzlichen Grüßen

Henning von Vieregge

Was ist das Schreibzimmer?

Eine Schreibwerkstatt für Jungautoren. Jedes Jahr kommen im Literaturhaus schreibbegeisterte Jugendliche zusammen, um unter professioneller Leitung und unter Gleichgesinnten literarisches Schreiben zu erkunden und an eigenen Texten arbeiten. Gearbeitet wird in zwei Gruppen, einmal Prosa, einmal Lyrik. Die Werkstattleiter wechseln, sind aber immer Schriftsteller. Am Ende gibt es nicht nur eine Anthologie mit Lyrik und Prosa aus dem Schreibzimmer, sondern auch eine öffentliche Abschlusslesung im Literaturhaus. Ehemalige des Schreibzimmers treffen sich weiter im Jungautorenkollektiv sexyunderground.

Was kostet der Spaß?

Nichts! Die Teilnahme ist kostenlos. Einzige Einschränkung: Wer nicht aus Frankfurt kommt, muss sich selbst um Anreise und Unterkunft kümmern.

Wer kann teilnehmen?

Alle Schreibenden zwischen 14 und 18 Jahren (bis 2010 für 16-19-Jährige). Für die Teilnahme ist eine einfache Bewerbung mit kurzen Textproben notwendig. Wer nicht aus Frankfurt oder Umgebung kommt, sollte eine Unterkunft in Frankfurt haben.

Wann findet was statt?

Im Juli bzw. August wird das Schreibzimmer ausgeschrieben. An drei Wochenenden im Herbst trifft sich dann das Schreibzimmer im Literaturhaus. Die öffentliche Abschlusslesung findet am Dienstag, 19.Februar im Literaturhaus Frankfurt, Schöne Aussicht2, 60311 Frankfurt, 19.30 Uhr statt.

Vorwort

Ein Hammer-Zitat als Einstieg über das, was Kunst, also auch Schreibkunst, wie sie hier auf den folgenden Seiten zu lesen ist, ist und kann:

„ Menschen brauchen Referenzräume, die Phänomene erklären, Perspektivwechsel erklären, Sinn stiften oder den Himmel aufreißen für Visionen. Das kann Kunst“

Das schrieb kürzlich der Vorstand der Herbert-Quandt-Stiftung, Dr. Christoph Eichert, seinerseits als Vorwortschreiber einer Broschüre der Stiftung zur zentralen Rolle der Kultur im Bemühen Mecklenburg-Vorpommerns, Menschen in diese Region zu bringen und sie dort zu binden. Hier geht es auch um bringen und binden: Junge Menschen, die gern Prosa oder Lyrik schreiben, sollen in ihrem Tun durch fordernde Förderung ermutigt werden, damit sie bei uns das bewirken, was im Eingangszitat der Kunst zugetraut wird. Treiber vom Schreiben-Wollen kann Generativität sein, also der Wunsch, dass von einem etwas bleibt. Natürlich gibt es auch andere Treiber. Kreativität, die sich in Worten Bahn bricht, ist ein anderer. Die Bereitschaft, aber auch die Freude an der Anstrengung gehören ebenfalls dazu, vergleichbar mit der Bergsteigerin, die sich ein Ziel setzt und es am Ende einer großen Mühe erklimmt. An die Grenzen zu gehen, vielleicht sogar über die bisher für einen selbst gültigen hinaus, das schafft jenes Gefühl, das man Flow nennt, ein strömendes Glück. Das Schreibzimmer ist als Prozess mit Trainer, Kollegen und knappem Zeitbudget bis zur Fertigstellung, angelegt. Es gibt Kritikschleifen und den öffentlichen Vortrag und nun das gedruckte Wort, das überdauert. Auch das alles sind nicht für jede und jeden kleine Hürden.

Insgesamt hat dieses Projekt wie jedes Engagement fünf verschiedene Wirkungsebenen. Ich will sie in Form von Fragen benennen:

  1. Was macht das Texten mit mir?
  2. Was ist die Wirkung beim Rezipienten?
  3. Verändert das Projekt Schreibzimmer die Institution Literaturhaus?
  4. Entfaltet das Projekt Wirkung in den nachbarschaftlichen Raum hinein? (Zum Beispiel: Verändert er meine Schule, meinen Lehrer, mein Frankfurt, die Sponsoren etc.)
  5. So wenig ein einziges Projekt den Weltlauf ändern kann, geht es in die richtige Richtung?
  1. Zu 1) werden die Teilnehmer ihre individuellen Schlüsse ziehen. Wer weiter schreiben will, kann dies tun. Das Wunderbare an der rasanten technischen Entwicklung der letzten Jahre ist, dass jede und jeder für kleines Geld die eigenen Texte publizieren kann. Und wenn, wie in den Vorjahren immer mal wieder geschehen, die Teams in Fühlung bleiben: umso besser.
  2. Zu 2) können wir nur spekulieren,
  3. zu 3) äußert sich der Chef des Literaturhauses und
  4. zu 4) kann ich aus Sicht der beteiligten Rotaryclubs festhalten: Wir sind sehr stolz darauf, die Idee zu diesem Wettbewerb gehabt zu haben. Das ist gleichzeitig die Antwort auf die Frage
  5. unter 5): Kreatives kulturelles Arbeiten kommt an den Schulen zu kurz. Wenn an den Schulen geändert wird –und das geschieht oft und stets bundesweit unabgestimmt, am liebsten gegenläufig- führt dies leider nicht zum Ausbau der kreativen Anteile im Schulangebot, eher zum Abbau. Die Lobby für Fächer wie Musik und Kunst und kreative Räume in anderen Fächern ist zu schwach. Selbstkritisch, sofern Wirtschaftsangehörige betroffen sind, müssen wir konstatieren, dass wir uns nicht dagegen wehren, wenn die Repräsentanten der Wirtschaft sich in ihren Forderungen genau wie offenbar alle anderen eher an überprüfbaren Leistungen orientieren. Sollten wir nicht aus diesem Projekt lernen und mithelfen, Schule mehr Räume für kreatives, kunstsinniges Arbeiten zu öffnen?

Der Dank geht an alle Beteiligten.

Dr. Henning von Vieregge (RC Alte Oper Frankfurt) für die beteiligten Frankfurter Rotary Clubs

© Copyright - Henning von Vieregge