Tag Archive for: Beheimatung

Angstszenarien der Demografie, Fragen und Antworten aus: „Wo Vertrauen ist, ist Heimat – Auf dem Weg in eine engagierte Bürgergesellschaft“

21 Mrz
21. März 2019

Blog 200/ März 2019

Guten Tag,
in meinem Buch „Wo Vertrauen ist…“ stehen 33 Fragen und Antworten in einem der Eingangskapitel. Ich möchte diese Texte nach und nach hier einstellen, um zum einen das Interesse an meinem Buch weiter zu stacheln und zum anderen zur Diskussion anzuregen.

Mit herzlichen Grüßen
Henning v. Vieregge

Erste von 33 Fragen
Demografie: Welches Angstszenario hätten Sie denn gern?

Antwort
Die demografische Herausforderung spitzt sich auf zwei Aussagen zu, die
einander widersprechen: Die Bevölkerung nimmt stark ab, die Bevölkerung
nimmt stark zu. Beide treffen zu. Welche Wahrheit stimmt, hängt davon ab,
in welchem Teil der Welt man zu Hause ist. Diese gegensätzliche Entwicklung
– hier zu wenige, dort zu viele – drängt auf Ausgleich, zumal wenn
Kriege, schlechte Regierungen, »Failed States« und Klimakatastrophen vor
allem dort zu finden sind, wo die Menschheit stark wächst. »Die heutigen
Risiken und Gefährdungen unterscheiden sich also wesentlich von den äußerlich
oft ähnlichen des Mittelalters durch die Globalität ihrer Bedrohung
(Mensch, Tier, Pflanze) und ihre modernen Ursachen. Es sind Modernisierungsrisiken.
( so Ulrich Beck, Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne, Frankfurt am Main 1986,
S. 29.)
Die Frage an uns ist, ob uns das Angstszenario »Überalterung« mit
verschiedenen Untervarianten (zum Beispiel Herrschaft der Greise, systembedingte
Unterversorgung der Kranken und Alten) mehr schreckt oder das
Szenario weiterer massiver und nur teilweise steuerbarer Einwanderung.
Vertrauensbildung, Beheimatung, bürgerschaftliches Engagement sind
drei Stichworte bei der Angstbekämpfung.

Engagiert leben, Heimat schaffen

02 Aug
2. August 2017

Blog 156/August 2017

Guten Tag, den Beitrag unten kann man nur verstehen, wer den Link anschaut; aber ein bisschen Lockung ist vielleicht hilfreich.
Denn es geht doch um mein Seminar am Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) an der JGU Mainz. Es beginnt am 13.November 2017 und findet in der Regel wöchentlich bis 5.Februar 2018 jeweils Montag von 16.15 bis 18 Uhr statt. Seminarnummer 20170 356
Mehr dazu

http://www.zww.uni-mainz.de/Dateien/50plus_ws_2017_18_www.pdf (S.38 von 59)
https://msagd.rlp.de/de/unsere-themen/demografie/demografiewoche-2017/veranstaltungen-im-ueberblick/detail/news/detail/News/engagiert-leben-eine-handfeste-anstiftung/

Und nun zur ergänzenden Notiz
„Engagiert Leben-Eine handfeste Anstiftung
Zwischen der Einreichung eines Textes für ein Seminar und der Durchführung liegen einige Monate. Da kann viel passieren.
Neulich traf ich in einer Veranstaltung zum Thema Altwerden eine Frau, die bei der Frage des Moderators nach ihren Zukunftsplänen sagte „Ich möchte mich verschenken“. Da habe ich mir gedacht, das wäre auch ein schöner Seminartitel gewesen. Und dann noch ein Impuls: Im Frankfurter Architekturmuseum läuft zur Zeit eine Ausstellung „Making Heimat“. Der Titel zeigt, Heimat ist nicht einfach da. Sie entsteht. Fortwährend. Jeder Mensch, der sich , wo auch immer, für das Gemeinwohl einsetzt, gestaltet Heimat positiver. Er oder sie beheimatet damit sich und Andere. So würde ich den Seminartitel jetzt so formulieren: „Ich möchte mich verschenken“ Engagiert leben, Heimat schaffen“. Ich freue mich nun noch mehr auf das Seminar und lade zur Teilnahme herzlich ein.

Mit besten Grüßen
Henning von Vieregge

Flüchtlingshilfe und sorgende Gemeinschaft: Reformation von unten?

04 Jul
4. Juli 2017

Blog 154/ Juli 2017

Guten Tag,

ich möchte Interessenten auf zwei Beiträge von mir aufmerksam machen. Der eine Text ist die längere Version des anderen. Der längere Text heisst „Vertrauensbildung und Beheimatung, Flüchtlingshilfe als Chance für Kirchengemeinden“ und ist erschienen in: Deutsches Pfarrerblatt, Heft 5/2017, S. 252-256. DerText ist im Web.

Der kürzere Text hat die Überschrift „Flüchtlingshilfe und sorgende Gemeinschaft: Reformation von unten?“ und ist nachzulesen im eNewsletter Wegweiser Bürgergesellschaft 05/2017 vom 17.05.2017.

Meine Kernthese lautet: Flüchtlingshilfe verändert wie jede Hilfe in der Nachbarschaft, die aus einer Kirchengemeinde heraus geschieht, eine Kirchengemeinde nur dann, wenn sie es will.Dazu benötigt sie eine Vision, die das Rausgehen als zentrale Ausrichtung definiert. „Das Quartier ist der Kirchraum“. Praktische Nächstenliebe ist Mission und die Kirchengemeinde will wachsen um Engagierte und denen, denen geholfen wird. „Empowerment“ hilft Menschen, die abgehängt sind oder sich abgehängt fühlen, um in der Mitte der Gesellschaft zu bleiben. Auch Kirche braucht Empowerment-Strukturen, damit das christliche Glaubensangebot nicht aus den Optionen für ein gutes Leben bei immer mehr Menschen verschwindet.

Mit herzlichen Grüßen
Henning v. Vieregge
P.S. die Photos sind in einer orthodoxen Kirche in Siebenbürgen aufgenommen.

© Copyright - Henning von Vieregge