Tag Archive for: Wolf Schmidt

„Wo Vertrauen ist , ist Heimat“ – Wolf Schmidt bespricht das Buch und wünscht gute Heimatgefühle

22 Feb
22. Februar 2019

Blog 197/ Februar 2019

Guten Tag,

„Wo Vertrauen ist, ist Heimat“; das Buch fällt auf.
Wolf Schmidt, der Experte für das Stiftungswesen, setzt mit seiner Rezension dort an.
Sein Stiftungsblog ist eine empfehlenswerte Homepage.
Mit herzlichen Grüßen
Henning v. Vieregge

Wolf Schmidt,
21. Februar 2019

Heimat stiften
Nach den Themen Demographie (2016), Bildung (2017) und Digitalisierung (2018) steht beim diesjährigen Deutschen Stiftungstag „Unsere Demokratie“ im Fokus.
Vorausgegangen ist 2018 eine Studie des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen zu „Stiftungen und Demokratieförderung“. Theresa Ratajszczak und Jochen Suhnken verbinden darin normative Aussagen mit einer empirischen Erhebung.
Dort heißt es: „Demokratien brauchen Bürgerinnen und Bürger, die den normativen Anspruch der Volksherrschaft durch konkrete Teilhabe mit Leben erfüllen.“ Schaut man sich die empirischen Ergebnisse an, wie Stiftungen glauben, „demokratische Kultur“ und „tolerantes Miteinander“ zu fördern, dann steht mit weitem Abstand an der Spitze die „Förderung des bürgerschaftlichen Engagements“, gefolgt von „Arbeit für Toleranz, Vielfalt und gegen Diskriminierung“.
Beide Felder zeigen, wie schwierig es ist, Demokratieförderung operational zu fassen. Bürgerschaftliches Engagement ist ja keineswegs spezifisch für Demokratie. Sowohl die NS-Gesellschaft als auch der DDR-Sozialismus stützten sich in hohem Maße auf freiwilliges Engagement. Nun mag man einwenden, dem fehle das besondere Merkmal selbstbestimmter Eigensinnigkeit. Aber auch das löst sich nicht in reinem schwarz-weiß auf, sondern bedarf damals wie heute einiger Grautöne. Und was ist eigentlich mit einem bürgerschaftlichen Engagement, das von den in der Studie genannten, aber nicht definierten „un- oder gar antidemokratischen Sicht- und Verhaltensweisen“ geprägt ist?
„Vielfalt“ und Bekämpfung von „Diskriminierung“ sind Werte in westlichen Gesellschaften, die – unterschiedlich für USA und Westeuropa – noch kein halbes Jahrhundert Anerkennung genießen. Sie sind Elemente unserer politischen Kultur, aber nicht unbedingt konstitutiv für demokratische Staatsformen. Und sie sind nicht nur von rechts, sondern auch von links als liberale Identitätspolitik umstritten.
Hier lohnt es sich, ein neues Buch von Henning von Vieregge zur Hand zu nehmen. Read more →

Was Landpioniere sind und was sie brauchen, Einsichten aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg

09 Okt
9. Oktober 2017

Blog 160, Oktober 2017

Guten Tag, dieses Mal nur ein Bilderbogen aus Mecklenburg und einige Beobachtungen bei Landpartien in diesem Bundesland und in Brandenburg.Sie stehen im Landblog der Mecklenburger AnStiftung, einer treibenden Initiative von Wolf Schmidt, der mit seinen Beiträgen Die Kunst des Bleibens(2012), und Luxus Landleben, Neue Ländlichkeit am Beispiel Mecklenburgs (2017) Hoffnungssignale im Land aufgenommen und in einen überzeugenden argumentativen Kontext gesetzt hat.
Ich habe mir nach Landpartien in Mecklenburg und in Brandenburg zwei Fragen gestellt: „Was sind das für Menschen, die gegen den Mainstream des demografischen Wandels sich für die neue Ländlichkeit entscheiden und mit ihrer Tatkraft, nicht selten gegen den Starrsinn staatlicher Bürokratien, Neues schaffen?“ Und: „Was müsste geschehen, damit diese Pioniere besser unterstützt würden?“
Einige Antworten finden Sie im Beitrag. https://www.landblog-mv.de/author/dr-henning-von-vieregge/
Mit herzlichen Grüßen
Henning v. Vieregge

Künstlergarten, vor zehn Jahren noch Wüste

In Mecklenburg ist der nächste See -und sei er noch so klein- nie weit

So viele schöne Parks, auferstanden aus sozialistischen Ruinen

Für Wagemutige gibt es noch viel zu tun

© Copyright - Henning von Vieregge