Tag Archive for: Wittenberg

Kirche auf dem Weg in die Zivilgesellschaft, das geht nur mit mehr Experimentierraum und -ressourcen an der Basis.

15 Nov
15. November 2017

Blog 158/November
Flüchtlingshilfe und sorgende Gemeinschaft, Kirchengemeinden auf dem Weg in die Zivilgesellschaft

Guten Tag,
anbei ein längerer Text zum Themenfeld Kirche und Zivilgesellschaft. (Unter Op. 103 der Maecenata-Stiftung auch im Netz verfügbar.)

Fazit: Kirche kann mehr tun. Dazu muss sie in der Fläche bleiben, vor die Kirchentür treten, den (verstärkten) Kontakt zur Zivilgesellschaft suchen. Dabei darf sie sich nicht verbiegen. Kirche, dass sind die mit dem Glaubens- und Beheimatungsangebot.

Das Foto zeigt ein nach Wittenberg transportiertes altes Taufbecken während der Weltausstellung. Hier konnte man sich segnen lassen. Davon wurde viel Gebrauch gemacht. Das Arrangement machte Lust auf mehr von Kirche und Glauben, also gelungen.


Mit herzlichen Grüßen

Henning v. Vieregge

DDR- Geschichte(n): Zwei Frauen erzählen i

11 Sep
11. September 2017

Blog 158/September 2017

Guten Tag
Mein erstes Teekesselchen ist zumeist schwarz und gehört in den Schulbereich. Mein zweites Teekesselchen gehört ebenfalls in den Schulbereich und entscheidet über Lebenschancen.
Mein erstes Teekesselchen enthält Namen und Bemerkungen wie Tadel und Verspätungen. Mein zweites Teekesselchen enthält Namen und hinter den Namen Buchstaben.
Mein erstes Teekesselchen, das will ich jetzt verraten, ist ein Klassenbuch, so wie es an jeder Schule geführt wird. So jedenfalls kannte ich es aus meiner Schulzeit in Hannover. Ob mittlerweile Klassenbücher dort abgeschafft und durch Computer ersetzt sind, weiß ich nicht, aber lange wird es auf jeden Fall nicht mehr dauern. Mein zweites Teekesselchen ist auch ein Klassenbuch, aber eines, wie es in der DDR geführt wurde. Ein KLASSENbuch.
Zwei Frauen erzählten davon unabhängig voneinander. Es war bei der Weltausstellung der Reformation in Wittenberg und beide stammten aus der Stadt. Sie hatten noch mehr Übereinstimmungen. Sie waren beide in der zweiten Hälfte ihrer Sechzigerjahre und waren als Schülerinnen konfirmiert worden und nicht zur Jugendweihe gegangen. Beide hatten später in medizinischen Berufen gearbeitet. Damit sind die Übereinstimmungen aber auch schon erschöpft.
Die eine sitzt heute im Rollstuhl und macht sich Sorgen, wie lange sie ihre kleine Wohnung noch bezahlen kann. Denn sie ist in ihrem Read more →

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