Tag Archive for: Ruhestand

Altenbericht macht Laptop zum Wrack

17 Apr
17. April 2017

Blog 147/ April 2017

Brief an Prof. Dr. Andreas Kruse,
Vorsitzender der Kommission, die den 7. Altenbericht erstellte. (Auszug)

Lieber Herr Kruse, anbei ein Foto, das zeigt, welchen Schaden der Altenbericht anrichten kann und zwar als DRUCKSache im wahren Wortverständnis.Die Broschüre drückte so auf meinen Laptop, dass der nun aussieht wie er aussieht und natürlich irreparabel ist. Opfer muss man bringen um der guten Sache willen.

Mit herzlichen Grüßen
Henning v. Vieregge

Hinweis: Sowohl der 7. Altenbericht als auch der 2. Engagementbericht sind im Netz verfügbar.

Der Zeitungsausträger: Eine beispielhafte Zweitkarriere und ihr Ende+++ Auch eine Leseprobe

17 Aug
17. August 2016

Blog 126
Guten Tag

Unser Zeitungsausträger sagt Tschüss
Vor einigen Tagen fand ich einen Zettel im Briefkasten: mein Zeitungsausträger – er heißt Ludwig Schlee- hat sich verabschiedet.

Ludwig Schlee

Er müsse leider seine Tätigkeit als Zeitungsausträger schweren Herzens nach über 20 Jahren im Alter von nun 82 Jahren aufgeben. Nach sechs Monaten krankheitsbedingter Auszeit habe es nochmal versucht,

„doch meine Knochen machen nicht mehr mit, meine Beine tragen mich nicht mehr über solch eine Strecke, meine Arme können den Zeitungswagen nicht mehr ziehen, mein Körper hat die Kraft nicht mehr…Es war meine Leidenschaft, die mich so lange durchhalten ließ.“

Besser lässt sich die Lust an einer zweiten Karriere nicht in Worte fassen. Ich habe ihn daraufhin besucht. Er schilderte nochmals, wie er an den Job kam, was ihm dieser bedeutete und wie schwer ihm das Aufhören gefallen sei. Beim letzten Punkt schluckte er, seine Stimme wurde brüchig und er hatte Tränen in den Augen.
Das ist verständlich. Denn das zweite Aufhören, ob nun aus bezahlter oder unbezahlter Arbeit, fällt besonders schwer, wie mir von verschiedenen Gesprächspartnern versichert wurde. Denn dieses Mal ist der Abschied endgültig. Deswegen, sagt beispielsweise Ulla Mailänder, hauptamtliche Leiterin der Tübinger Begegnungsstätte für Ältere „Hirsch“ , sei es so wichtig, dass dieser Abschied besonders aufmerksam und liebevoll gestaltet wird.
Aufmerksam? Liebevoll? Hierzu können Unternehmen von zivilgesellschaftlichen und kirchlichen Organisationen eher lernen als umgekehrt. So auch in diesem Fall. Als der Zeitungsausträger nach zwanzig Jahren erkrankte und das Austragen unterbrechen musste, wurde seine Bitte, ihm in dieser Zeit doch ein Exemplar der Zeitung zu überlassen, abgelehnt. Heute, nach seinem endgültigen Ausscheiden, muss er sich seine Heimatzeitung, die Mainzer Allgemeine, die er so viele Jahre verlässlich austrug, kaufen. Wäre nicht ein Freiabo für, sagen wir, ein Jahr eine naheliegende Dankesgeste gewesen?
Kleiner Trost: Ein Leser mit Beziehungen zur Lokalredaktion ging der Brief des alten Zeitungsausträgers zu Herzen. So gab es dann wenigstens noch einen Abschiedsartikel.

buch-cover-Kopie

Leseprobe:
Eine beispielhafte Zweit-Karriere

Neulich, es ist nun schon drei Jahre her, traf ich unseren Zeitungsausträger. Erstmals, denn wer ist normalerweise schon um halb sechs an seinem Briefkasten? Für ihn war es an jenem Tag spät. Heute sei es eine Ausnahme, sagte der Mann, als er mit einer Art Bollerwagen die Straße heraufkam. Er sprach gleich von seinen 79 Jahren, und erzählte, wie er zu seiner 2. Karriere gekommen ist, die ihn so offensichtlich jung und behänd hält. Er sei gelernter und gegautschter Buchdrucker gewesen, hatte also einen ehedem hoch angesehenen Beruf im Druckgewerbe ausgeübt, den der technische Wandel voll traf. Ihm wurde ein Abschied mit goldenem Handschlag angeboten, als er 58 war. Er nahm an. Aber was dann? Er habe seiner Frau aus der Zeitung vorgelesen. Da habe seine Frau gesagt: „Ich lese die Zeitung seit mehr als 40 Jahren allein. Das gedenke ich auch in Zukunft zu tun.“ Also hatte sich der Ehemann gesagt: „Ich muss was tun, sonst verbeule ich nur das Sofa vorm Fernseher und verzanke mich mit meiner Frau.“ Und er wurde Zeitungsausträger. Er bereue, sagt er, seine Entscheidung keinen Tag. Wenn er 80 werde, wolle er aber nur noch „Springer“ sein.
Unlängst –auch schon wieder ein Jahr her- war wieder so eine Morgensituation. „Sie wollten doch nach 80 nur noch Springer sein?“, fragte ich. Er antwortete, während der Regen uns in den Hals rann, er habe beschlossen, seinen Job fortzusetzen, solange es gehe.“ „Aber bei dem Wetter?“, wendete ich ein. Er lächelte mich kurz an: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung“.
Der Zeitungsausträger gehört zu jenen, die sich die Frage „Was nun?“ erst stellten, als sie unumgänglich war. Er merkte nach seinem Ausscheiden aus dem Job: so geht es mit mir nicht gut weiter. Er hat sich dann gegen den Nur-Ruhestand und zugunsten einer bezahlten Teilzeit-Tätigkeit entschieden. Er hat eine zweite Karriere gemacht und so seine Antwort auf die Frage „Was nun?“ gefunden.

Aus: Henning von Vieregge, Neustart mit 60, Anstiftung zum dynamischen Ruhestand, Wiesbaden 2016, Verlag Neue Ufer S.20 f

Loring Sittler: „Wir sind das Kompetenzzentrum für die Alten“

21 Mrz
21. März 2016

Blog 117  März 2016

Guten Tag,

was sind die Schlüsselfragen des Alterns? Loring Sittler, einer der Leiter des Generali Zukunftsfonds, kennt sie. Aktive, und wenn es sein muss, auch streitbare Meinungsvertretung auf dem Fundament solider empirischer Forschung zeichnet den Generali Zukunftsfonds aus. Für den Verbändereport habe ich mich mit Loring Sittler unterhalten.

Mit herzlichen Grüßen

Henning v. Vieregge

 

2016 VR Sittler

Wir werden älter und das ist gut so.

29 Jan
29. Januar 2016

Blog 113/Febr. 2016

Guten Tag,

der Schweizer Soziologe Peter Gross hat in seinem Buch „Wir werden älter. Vielen Dank. Aber wozu?“ einige spannende Thesen zum älter werden entwickelt. Ich greife zwei heraus.

Im Zusammenhang mit der Flüchtlingswelle wird in Deutschland einmal mehr die Polemik gegen die Vergreisung der Gesellschaft aus der Argumentationskiste geholt, um  dagegen dann die Jugendlichkeit der Flüchtlinge zu setzen. Als ob die Jugend der Flüchtlinge ein Wert an sich ist. Gross: „Die Altersgesellschaft ist weder Albtraum noch evolutionäre Sackgasse, sondern das in langen Auseinandersetzungen erkämpfte Ergebnis einer freiheitlich offenen Gesellschaft.“ Die Altersgesellschaften wie Deutschland, Österreich, Schweiz, Japan seien „keineswegs die Schlusslichter der Weltzivilisation, sondern Weltmarktführer der Mäßigung.

Man muss sicher acht geben, dass auf die übertrieben euphorische nun nicht eine übertrieben pessimistische Debatte über die Chancen der Integration der Flüchtlinge geführt wird. Das konsequent nicht-defizitäre , sondern auf die Gewinnmöglichkeiten ausgerichtete Nachdenken öffnet Chancenfenster. Man muss sich aber auch fragen, was für unser Leben essentiell ist und keineswegs preisgegeben werden darf. Die größte Gefahr liegt in krampfhafter Beschönigung durch Faktenmissachtung und vorwegnehmender Selbstzensur.

Der Hinweis von Peter Gross auf den zivilisatorischen Wert des demografischen Wandels ist wertvoll. Er kann davor schützen, dass aus politischer Opportunität wieder das Überalterungsgeschrei angestellt wird. Vielleicht liegt der Sinn des langen Lebens, so meint Gross, und diers ist der zweite Gedanke, den ich zur Diskussion stellen möchte, in der „Beruhigung und Befriedung einer unduldsamen und sich selbst andauernd überfordernden und letztlich sich selbst verzehrenden Gesellschaft“. Das ist ein steiler Gedanke. Er wird offensichtlich von Reimer Gronemeyer, einem deutschen Fachkollegen, geteilt. Er setzt auf eine „schöne Altersmüdigkeit“ und „eine Art kreativer Passivität“ , mit der die Älteren sich der „Gewalt der Positivität“ und der rasenden Zeit entgegenstellen könnten. (Reimer Gronemeyer, „Alt werden ist das Schönste und Dümmste, was einem passieren kann.“)

Gregor Gysi, das will ich nachtragen, wurde in einem TV-Gespräch am 29.1.2016 gefragt, was die Bedingungen eines Politikers aus der ersten Reihe mit einem machten. Er verliert, sagte Gysi sinngemäß, die Fähigkeit des Zuhörens und damit auch die Fähigkeit, den Anderen zu verstehen. Wie das praktisch passiert? Nun : Ein Ministerium lädt zu einem Sachverhalt kundige Menschen ein, um  „im Dialog mit Ihnen zu lernen“. So etwa steht es in dr Einladung und so etwa sagt es der Minister, die Ministerin, die Staatssekretärin, der Staatssekretär in der Einleitungsrede. Kaum ist die vorüber, beginnt ein Rauschen der Bedeutsamkeit. Dieses Mal ist es das Abrauschen, wenige Minuten vorher war es das Anrauschen. Die Politprominenz zieht ab, sorry, man muss schließlich regieren. Die Hohen Beamten im Schlepptau. Sorry, die werden gebraucht. Spätestens zur Mittagspause verschwinden auch die niedrigen Beamten und dann sind die kundigen Bürger unter sich. Die Veranstaltungsagentur sorgt für Fotos und eine Nachbroschüre, in deren Vorwort die Politprominenz unterstreicht, wie wichtig die Konferenz war, um sich über die unterschiedlichen Standpunkte auszutauschen. „Politik zum Anfassen“ eben. Solches Verhalten ist beileibe nicht nur in der Politik vertreten. Die meisten großen Institutionen haben sich zu derart komplexen Gebilden aufgebauscht, dass die Aktiven pausenlos  zwischen den Binnenakteuren zu moderieren und und die reißenden Netze zu flicken haben.

Die störendste Figur in solchem Gehapsel ist ein Mensch mit Zeit und Ideen. Zeit ist schließlich nicht vorhanden und Ideen werden heute nicht gebraucht und morgen auch nicht. Könnten hier die Älteren und Alten in destruktiver Konstruktivität den Sand des Zweifels und des Fragens in das autistisch funktionierende Getriebe schütten? Oder sind wir chancenlos, wie Gronemeyer, Gross und Gysi, die drei skeptischen Gs, es beschreiben?

Loslassen
 

Mit herzlichen Grüßen

Henning v. Vieregge

 

„Halbzeit des Lebens- was nun?“

02 Mai
2. Mai 2015

Brief 93/Mai 2015

Guten Tag,

hier erstes Echo auf mein Hörbuch.

Mit besten Grüßen

Henning v. Vieregge

 

 

 

https://www.ndr.de/ndrkultur/Halbzeit-des-Lebens-Was-nun-von-Henning-von-Vieregge,audio

Aus NDR Kultur 26.5.2015, Aurelia Wendt
Rezension 2
Loring Sittler über  das Hörbuch (aus: e-Magazin Zeitwert http://www.zeitwert-magazin.de/
Rezension 3
Auch wenn bei mir der Ruhestand noch lange nicht winkt war dieses Hörbuch sehr spannend. Auf der Suche nach Ehrenamtlichen werde ich in meinem Beruf immer sein und im Hören bin ich der Gedankenwelt der Neusenioren um einiges näher gekommen. Die gekonnte Mischung zwischen allgemeinen Thesen und Interviewausschnitten lässt ein farbiges Bild entstehen. Ehrenamt, Freiwilligenarbeit, bürgerschaftliches Engagement – wie immer die Begriffe lauten: der Bürger ist gefordert, insbesondere der ältere. Soll er sich fordern lassen? Hat er der Gesellschaft etwas zurückzugeben? Was bringt der Einsatz an freiwilliger unentgeltlicher Zeit ihm oder ihr, was demjenigen, dem die Hilfe gilt, was der Organisation, in der das Engagement stattfindet, was der Nachbarschaft und was der Gesellschaft insgesamt? Fragen wie diese werden im Hörbuch gestellt und beantwortet. Für den Autor gehört Arbeit in dosierter Form, bezahlt und unbezahlt, zum Leben lebenslang. Er spricht vom Silver Patchwork-Life. Mit dieser These will er eine überfällige gesellschaftliche Diskussion anstoßen. Und seinen Generationsgenossen helfen. Beide Vorhaben gelingen ihm überzeugend.
Rezension 4
Format: Audio CD

Das Cover des Hörbuches hat mich gleich angesprochen. Diese Fragestellung hat es punktgenau getroffen, was mich dann mit dem Hörbuch erreicht hatte. Und das Interview mit dem über 100jährigen, der resumiert, wie er die letzten 40 Jahre noch etwas hätte machen können. Sehr schön von den verschiedenen Stimmen vorgetragen, tolle Ideen, vielfältig ist das Thema beleuchtet worden. EIn echter Gewinn- ich werde es ganz oft weiterempfehlen.

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Rezension 5

Von Maria Quadrat am 26. März 2015

Gut gemacht, subtil empfunden, enthält eine Vielzahl von anschaulichen Beispielen aus dem Leben anderer und liefert pragmatische Vorschläge und Anregungen für die Zukunft ab sechzig. Es könnte allerdings lohnen, auch schon vor dem sechzigsten Geburtstag mal reinzuhören, denn zumindest was die „berufsähnliche“ Beschäftigung anbelangt, braucht man sich dann vor dem Alter nicht mehr zu fürchten.

 

Aus dem Booklet:

Älter werden als Chance und Herausforderung – Vieregges Hörbuch macht  überzeugend deutlich, worum es dabei  geht.“  Prof. Dr. Ursula Lehr, Ministerin a. D., Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenverbände (BAGSO), Bonn

 

“ Engagementwillige und Managerkollegen werden Vieregges Text mit Gewinn hören und wertvolle, umsetzbare Impulse mitnehmen„.

Christoph Zeckra, Leiter Generali Zukunftsfonds, Köln

 

Das Hörbuch zeigt Optionen im Unruhestand. Geht es um die Zweitkarriere, fehlt es an Brückenbauern zwischen Unternehmen und Älteren. Wir sind einer.“

Marion Kopmann, Gründerin und Geschäftsführerin  MASTERhora, Frankfurt

 

. Wir empfehlen das Hörbuch auch, weil es überzeugend davon erzählt,  dass ältere Menschen mit ihrem Erfahrungswissen Motor weiterer gesellschaftlicher Entwicklung sein können.“ Franz-Ludwig Blömker, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V. (BaS), Bonn

 

Vieregge nimmt seine Hörer mit auf eine ebenso nachdenkliche wie handlungsorientierte Bildungsreise zum Thema „aktives Alter“. Ein Hörerlebnis, das  Mut macht.“ PD Dr. Ansgar Klein, Geschäftsführer  Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement(bbe), Berlin

 

. „Halbzeit des Lebens – was nun?“ gibt auf originelle und unterhaltsame Weise Einblick in die wunderbare Welt des Engagements.“ Tobias Kemnitzer, Geschäftsführer Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa), Berlin

 

„Die vorgezogene Rede des Hundertjährigen ist ein Glanzstück“. Prof. Dr. Gerhard Wegner, Sozialwissenschaftlichen . Direktor des Instituts der EKD, Hannover

 

Der Text regt an, die zweite Lebenshälfte zu gewonnenen Jahren zu machen: für sich und für eine Gesellschaft des längeren Lebens“ Prof. Dr. Ursula Staudinger, Director Columbia Aging Center, Columbia Universität, New York

 

Weitere Rückmeldungen(Auszüge)

(u.a. Interviewpartner  aus „Der Ruhestand kommt später“)
Joachim Strate  20.3.15, 22.3.

Du bleibst ja konsequent an dem Thema dran. Respekt! Ich finde die Steuerung der Freiberuflichkeit nach wie vor schwer.Meine (virtuelle) Firma heißt c&c für consulting & coaching. Beim Consulting geht’s um Hilfestellung in allen Bereichen des Marketings und der Kommunikation, für Agenturen und den hiesigen Mittelstand. Vor allem das Thema Generationsnachfolge ist virulent. Und das Coaching, das eigentlich meine Hauptaufgabe werden sollte, beginnt ebenfalls zu laufen, vor allem bei meinen Consulting-Klienten. Aber tatsächlich ist der Bedarf noch immer viel größer als die tatsächliche Nachfrage.

Johann C.Lindenberg 27.3.

Trotz vielfältiger Artikel und Bücher zu Themen der demographischen Veränderungen in unserer Gesellschaft fallen mir kaum Darstellungen zu den Lebensformen der aktiven, engagierten Pensionäre auf. Obwohl wir einen steigenden Anteil unseres Lebens in dieser – bei anhaltender Gesundheit –  recht erfüllten Phase verbringen und dabei gesellschaftlich wertvolle Beiträge leisten können, findet hiermit kaum eine Auseinandersetzung statt. Über die Gründe hierfür kann man trefflich spekulieren. Wäre diese Bevölkerungsgruppe eher als benachteiligt wahrzunehmen, würden sich vermutlich Institutionen, Medien und die Politik damit auseinandersetzen. Aber good news is no relevant news …

Luise Müller, 21.3.

Obwohl “ meine Halbzeit“ ja schon lange vorbei ist, bin ich trotz allem noch sehr aktiv geblieben. Unser Sohn hat die SKR weiter gut entwickelt, und mein Mann und ich haben die oIK noch als Manager behalten. Ich baue derzeit das China-Geschäft mit Erfolg auf. Zwischenzeitlich war ich auch als SES-Tourismus-Beraterin in Usbekistan für 3 Wochen, und meine eigenen Missions-Projekte in Sambia unterstütze und berate ich weiter.

Jetzt mit 75 überlege ich mir schon, meine Tätigkeiten zu reduzieren, das Alter braucht mehr Ruhe und Muße.

Diese Erkenntnis habe ich jetzt und beginne damit in diesem Jahr – so hoffe ich.

Rolf Homann 21.3

Danke für Deine Mail. Wir sind aber nach wie vor in Thailand, von gelegentlichen Tauchurlauben auf den Philippinen, Celebes, West Papua und Micronesien mal abgesehen. Wir versuchen unseren selbst formulierten Lebensmaximen nach wie vor gerecht zu werden und den Unterschied zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung nicht allzu gross werden zu lassen. Das Themenfeld „Mit Anstand und Würde altern“ interessiert uns naturgemäß (!) auch sehr, allerdings eher in seiner praktischen, als seiner theoretischen Erscheinungsfrom.

 

 

Nils Abel 29.3.15

Die Thematik ist immer aktuell und noch lange bei vielen nicht angekommen.

Marc-Aurel v. Dewitz 31.3. 15

Ich fühle mich noch etwas getrieben

Hasso Kaempfe 30.3.

Selbst bin ich vom Ruhestand weiter entfernt als zuvor.

Michael Röhrer 21.3, 15

Eine Menge redaktioneller Arbeit und eine gut gelungene Hörpräsentation. Meinen Glückwunsch!

Allerdings setzt das Hören und Verstehen schon eine gewisse kognitive Leistung voraus. Wenn ich mir Seniorenkreise in kirchlichen Gemeinden / Pfarreien vorstelle, die ich vor Jahren als Visitator u. Berater gelegentlich zu besuchen hatte, wären die meisten Teilnehmer mit dem Hören u. Verstehen überfordert. Ich denke, dass auch eine Auswahl, also eine Vorstellung einiger Sequenzen, möglich sein sollte. Meine Wertschätzung für diese umfassende u. ganzheitliche Analyse mit den Folgerungen!

Prof. Dr. Klaus Dörner (per Postkarte 22.3. 15)

…. Da ich nun um Ihre Sensibilität für kommunale Fantasie für den Umgang mit Alten, Dementen weiß, hier (als Gegengabe) mein Highlight meiner 2014 er Reisen: Ende Oktober war ich drei Tage in Baden-Württemberg und an jedem Tag eingeladen zur Gründung eines Bürgervereins für die Alten – in Balingen, Schwenningen und Mülheim /Freiburg. Was ich besonders schön fand: alle Vereine hatten den Titel Generationen – Netz E. V. gewählt und hatte nach ein bis zweijähriger Vorarbeit bereits 60-80 Bürgerhelfer aktiviert. So kann man allmählich schon von einer Bürgerbewegung in Deutschland sprechen.

Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Frankfurt

vielen Dank für das  interessante Hörbuch zur Halbzeit des Lebens. Ich höre immer wieder hinein und muss sagen: sehr anregend!

 

Eine Besonderheit im Lehrangebot der Hochschulen in Deutschland in Runde 6: Offene Denk-Werkstatt „Universität und Zivilgesellschaft“

10 Okt
10. Oktober 2014

Beitrag 73/ 2014 vom 10. Oktober 2014

 

Guten Tag,

sie ist  eine Besonderheit im Lehrangebot der deutschen Hochschulen und speziell im Lehrangebot für Ältere: die Werkstatt Universität und Zivilgesellschaft, angeboten vom Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. In einem Basispapier, das von Semester zu Semester fortgeschrieben wird, habe ich dargelegt, um was es in der Werkstatt prinzipiell geht:

Was will die Werkstatt?

Studierende 50 Plus sind überdurchschnittlich gesellschaftlich interessiert und engagiert. Die Werkstatt will diesen helfen, den Wert ihres persönlichen gesellschaftlichen Engagements  und des ihrer Generation einzuordnen und dadurch für sich befriedigender und gesellschaftlich wirksamer zu machen. Sie will darüber hinaus Impulse für eine stärkere Beschäftigung der Universität Mainz zu den Themen Ehrenamt/bürgerschaftliches Engagement/Freiwilligenarbeit setzen. Es geht um Forschung, Lehre und praktische Ermöglichung. Die Werkstatt beschäftigt sich mit Grundsatzfragen der Freiwilligenbewegung, versteht sich aber auch als Brücke in die Praxis. Empfohlen wird als ein Beratungsergebnis, dem Beispiel anderer Hochschulen folgend, der Aufbau eines Service Learning Angebots für Studierende, im Einstieg in Zusammenarbeit mit Lehrenden einzelner Fachbereiche, in angepasster Form auch für die Studierenden 50 Plus.

Start in Runde 6

Am 5. November beginnt die neue Runde. Einige Plätze sind noch frei, deswegen nach der universitätsinternen Ausschreibung hier die weitere, offene Einladung. Ein Ausschnitt aus der Ankündigung:

Arbeit, Bildung, Engagement: Chancen einer Encore Career

Im Sommersemester 2014 hatte das ZWW in Kooperation mit dem Studium Generale eine Ringvorlesung unter dem Titel   „Durch Bildung zum wahren Selbst? Alter, Engagement, Lernen“ angeboten. Wir wollen die Werkstatt nutzen, um die Kernaussagen der Referentinnen und Referenten anhand der Vorträge und Präsentationen herauszuarbeiten und auf ihre Aussagekraft abzuklopfen. Ergänzende Literatur wird vorgestellt. Das Programm wird in der ersten Sitzung zur Diskussion gestellt; Abweichungen sind möglich.

Es geht in jedem Fall um lebenspraktische, wissenschaftliche  und gesellschaftspolitische Orientierung in der aktuellen Diskussion über Altern, Zweitkarriere, Engagement und Bildung.  Wer über den  Übergang ins dritte Lebensalter nachdenken möchte,  findet hier Anregungen, auch durch gemeinsamen Austausch.

Hier die Termine:

Termine  ab November  am 1. und 3. Mittwoch 16.30 bis 18.00 Uhr  

5. November, 19. November,  3. Dezember, 17. Dezember,   7. Januar, 21. Januar,  4. Februar

Ort: Forum 1, Alter Musiksaal, Raum 02 115 zum Auftakt, danach immer in der Neuen Mensa , Seminarraum II

Die Teilnahme an der Ringvorlesung ist keine Voraussetzung zur Teilnahme an der Werkstatt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeden Alters sind willkommen. Die Veranstaltung ist als Entgegenkommen des ZWW kostenfrei.

Mit herzlichen Grüßen rundum

Henning v. Vieregge

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