Warum es falsch ist, mit Arroganz die Demokratie zu verteidigen.

25 Feb.
25. Februar 2026

346/Februar 2026
Guten Tag,

Mariam Lau hat in der ZEIT vom 5. Februar 2026 ein lesenswertes Portrait über den AfD Co-Vorsitzenden Timo Chrupalla geschrieben. Darin berichtet sie, dass Chrupalla in Maischberger Talkshow das Wort „Metapher“ in etwas fragwürdigem Zusammenhang benutzte, worauf der frühere Sozialminister Heil zu seinem Diskussionspartner sagte: „Sie können das Wort Metapher ja nicht mal definieren.“
Mich würde interessieren, ob Hubertus Heil es inzwischen für geboten hält, sich bei Timo Chrupalla für sein Benehmen zu entschuldigen. Oder ob er findet, dies sei ein legitimer Beitrag zur Verteidigung unserer Demokratie. AfD- Menschen seien schließlich Feinde und nicht Gegner. Das Resultat solchen Verhaltens, schreibt Lau, ist Wut bei der AfD, die die Reihen in dieser eigentlich disparaten Partei geschlossen hält.
Heils Verhalten ist nur ein Beispiel für eine Brandmauer-Mentalität, die im persönlichen Umgang auf Arroganz setzt. Ist es nicht möglich, sich politisch zur AfD abzugrenzen, aber sich dabei aber im persönlichen Umgang anständig und fair zu verhalten, ganz so, wie man selber behandeln werden möchte? Das wäre meiner Meinung nach nicht nur ethisch geboten, sondern auch taktisch klug.
Mit herzlichen Grüßen
Henning von Vieregge

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