Nicht zur Bundeswehr? Schafft endlich das Pflichtjahr „Sozialer Dienst“

01 Nov.
1. November 2026

Nr.358/November 2026
Guten Tag, als komm. ASTA-Vorsitzender in Köln habe ich mal eine Studentendemondstration organisiert. Die Beteiligung war OK, aber keine Zeile in den Kölner Gazetten. Nachfrage, Antwort „Da sind ja keine Steine geflogen“. Das Beispiel Frankreich heizt weltweit sogenannte oder auch tätsächliche Schülerproteste an.Die Medien vergleichen mit den Streiks in Frankreich, Gewalt und Plünderung inklusive. Ein Fehler. Notwendig wäre eine andere Diskussion:

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Jugendliche der Generation Z, also heute 14 bis 29 Jahre alt, wollen mit ihrem Protest die Priorität Bildung auf der politischen Agenda hochstufen. So verstanden ist das nicht nur legitim, sondern notwendig. Mit im Protestgepäck ist das Nein zur Pflicht in der Bundeswehr zu dienen. Dazu passend ein Gespräch mit einem Jugendlichen, der das Freiwillige Jahr absolviert. Er meint, viele seiner Generationsgenossen wüssten nicht recht, was sie nach dem Abitur bis zum Studienbeginn tun sollen. „Sie gammeln herum“, war seine Aussage. Warum, frage ich zum wiederholten Mal und weiß mich in einer parteiübergreifenden Gruppe in dieser Frage einig, wird nicht endlich das soziale Jahr für alle eingeführt? Warum isoliert der Dienst in der Bundeswehr? Warum trifft es nur einige? Die Einführung eines Pflichtjahres für beide Geschlechter mit der Wahlmöglichkeit mit und ohne Waffe wäre gerecht und eine Chance, das Verständnis für alle Lebenswelten zu verbessern. Bringt man das Thema, wird es von der Politik so verkompliziert, dass es flugs wieder nach hinten verschoben wird: Machen wir irgendwann. Ich wünsche vom Bundespräsidenten, der für ein Gesellschaftsjahr (die Begriffe variieren) ist, dass er dieses Thema seiner Nachfolgerin warm ans Herz legt. Es muss kommen.
Mit herzlichen Grüßen
Henning v. Vieregge

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